J.J. Spaun gewinnt bei seinem Debüt in Wentworth die BMW PGA Championship. Der US-Amerikaner entscheidet ein hochklassiges Finale mit vier Birdies auf den letzten fünf Löchern für sich. Frédéric Lacroix sorgt mit einem Ass für einen weiteren Höhepunkt. Sepp Straka beendet das Turnier mit einer starken 66.
Die BMW PGA Championship 2026 ist mit einem spektakulären Finale zu Ende gegangen. J.J. Spaun sicherte sich bei seinem ersten Start beim Flagship Event der DP World Tour im Wentworth Club mit 17 unter Par den Titel. Der US-Amerikaner benötigte für seine vier Runden 271 Schläge (70, 66, 68, 67).
Die Entscheidung fiel erst auf den letzten Löchern. Spaun setzte mit vier Birdies auf den abschließenden fünf Bahnen zum entscheidenden Angriff an und distanzierte damit ein prominent besetztes Verfolgerfeld. Für den US-Open-Champion von 2025 war es ein perfektes Debüt in Wentworth. Spaun ist nach Arnold Palmer 1975 sowie Billy Horschel 2021 und 2024 erst der dritte US-Amerikaner, der die BMW PGA Championship gewinnen konnte.
Vier Spieler teilen Rang zwei
Hinter Spaun teilten sich Rory McIlroy, Aaron Rai, Adam Scott und Manuel Elvira mit jeweils 15 unter Par den zweiten Platz. Besonders bitter verlief das Finish für Elvira: Der Spanier zog mit einem Eagle an der 17 noch mit Spaun gleich, kassierte am abschließenden Par 5 jedoch ein Double-Bogey und vergab damit die Chance auf seinen ersten Titel auf der DP World Tour.
Ryan Fox, BMW PGA Champion von 2023 und amtierender Open-Champion, teilte sich mit Matt Fitzpatrick, Joost Luiten und Filippo Celli bei 14 unter Par Rang sechs.

Für einen weiteren Höhepunkt sorgte Frédéric Lacroix. Der Franzose lochte auf der 14. Bahn seinen Abschlag aus 149 Metern mit einem Eisen 7 direkt ein. Sein erstes Ass auf der DP World Tour bescherte dem 31-Jährigen zugleich den Hole-in-One-Preis: einen neuen vollelektrischen BMW iX5 xDrive60 M Sport.
Lacroix ist damit der sechste Spieler in der Turniergeschichte, der sich bei der BMW PGA Championship mit einem Ass einen Fahrzeugpreis sichern konnte.
Sepp Straka: Erst Siegchance, dann starkes Finale
Für Sepp Straka wäre in Wentworth sogar deutlich mehr möglich gewesen. Nach Runden von 71 und 67 Schlägen spielte sich Österreichs Nummer eins am Moving Day zwischenzeitlich bis auf Rang fünf nach vorne und lag damit mitten im Kampf um die Spitzenplätze. Auf den Schlusslöchern der dritten Runde riss jedoch der Faden: Fehler auf den letzten fünf beziehungsweise sechs Bahnen kosteten Straka wertvolle Schläge und damit frühzeitig seine realistische Chance, am Sonntag um den Sieg mitzuspielen. Mit einer 72 fiel er vor der Finalrunde bis ins Mittelfeld zurück.

Am Sonntag zeigte der 33-Jährige dann noch einmal seine Klasse. Trotz der deutlich schlechteren Ausgangsposition spielte Straka eine starke 66er-Runde mit sechs unter Par und machte damit im Klassement noch einmal kräftig Boden gut. Ein versöhnlicher Abschluss einer Woche, in der zumindest zeitweise sogar der ganz große Coup möglich schien.

