Montag, Juni 22, 2026
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Wyndham Clark gewinnt die U.S. Open 2026 in Shinnecock Hills

Mit einer nervenaufreibenden Schlussrunde in Shinnecock Hills sichert sich Wyndham Clark seinen zweiten U.S.-Open-Titel. Der Amerikaner verspielt beinahe einen komfortablen Vorsprung, beweist jedoch enorme mentale Stärke und hält die Konkurrenz um Sam Burns und Scottie Scheffler in Schach.

Wyndham Clark hat sich bei den U.S. Open 2026 in Shinnecock Hills seinen zweiten Major-Titel gesichert. Der 32-jährige Amerikaner gewann das traditionsreiche Turnier auf Long Island mit einem Gesamtscore von vier Schlägen unter Par und einem einzigen Schlag Vorsprung auf Landsmann Sam Burns. Für Clark ist es nach seinem Triumph bei den U.S. Open 2023 in Los Angeles bereits der zweite Sieg bei Amerikas nationaler Meisterschaft.

Dabei sah es lange nach einer Machtdemonstration aus. Clark hatte das Turnier von Beginn an kontrolliert und ging mit einem komfortablen Sechs-Schläge-Vorsprung in die Finalrunde. Bereits nach den ersten beiden Tagen lag er klar an der Spitze und führte das Feld vom ersten Abschlag bis zum letzten Putt an – eine Seltenheit bei den U.S. Open. Tatsächlich ist er erst der neunte Spieler in der Geschichte des Turniers, dem ein Start-Ziel-Sieg gelang. Ein Kunststück, das zuletzt Martin Kaymer 2014 vollbracht hatte.


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Doch die berühmten Dünen von Shinnecock Hills machten ihrem Ruf alle Ehre. Wind, harte Grüns und schwierige Fahnenpositionen sorgten am Finaltag für höchste Anforderungen. Wyndham Clark geriet früh unter Druck und spielte auf den ersten neun Löchern drei Bogeys. Plötzlich schmolz sein komfortabler Vorsprung dahin, während Sam Burns mit einer starken 67er-Runde immer näher rückte.

Die Entscheidung fiel erst auf den letzten Löchern. Burns setzte Clark mit mehreren Birdies massiv unter Druck und brachte die Möglichkeit eines Stechens in Reichweite. Doch der Mann aus Colorado bewahrte die Ruhe. Mit präzisem Kurzspiel und einigen entscheidenden Pars verteidigte er die Führung bis zum Schluss und durfte nach einer nervenaufreibenden Schlussrunde von 73 Schlägen den Pokal in Empfang nehmen. „Es war kein schönes Golf“, gab Clark später selbst zu, „aber manchmal muss man einen Weg finden.“

Für den Weltranglistenersten Scottie Scheffler blieb lediglich Rang vier. Der Texaner hatte die Chance, mit einem Sieg den Karriere-Grand-Slam zu komplettieren, konnte jedoch nie entscheidend in den Kampf um den Titel eingreifen.

Clarks Erfolg ist die Fortsetzung einer bemerkenswerten Karriereentwicklung. Noch vor wenigen Jahren galt der Amerikaner als talentierter Spieler ohne große Ergebnisse auf Major-Ebene. Sein Durchbruch gelang erst 2023 mit dem Sieg bei der Wells Fargo Championship. Wenige Wochen später überraschte er die Golfwelt mit seinem ersten Major-Triumph bei den U.S. Open im Los Angeles Country Club, wo er Rory McIlroy um einen Schlag hinter sich ließ.

Drei Jahre später gehört Wyndham Clark endgültig zur Elite des Golfsports. Mit zwei U.S.-Open-Titeln innerhalb von vier Jahren hat er sich einen festen Platz unter den erfolgreichsten Spielern seiner Generation gesichert. Gleichzeitig kassierte er für seinen Erfolg das Rekord-Siegerpreisgeld von 4,5 Millionen US-Dollar aus einem Gesamtpreisgeldtopf von 22,5 Millionen Dollar.

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