Paukenschlag unmittelbar vor dem ersten Abschlag beim Final Four 2026 der Deutschen Golf Liga (DGL) presented by All4Golf: Aufgrund einer kurzfristigen Entscheidung des Landgerichts Wiesbaden wird nicht der GC St. Leon-Rot, sondern der Frankfurter GC um den Deutschen Mannschaftsmeistertitel spielen.
Während die Teams bereits ihre Proberunden im GC München-Riedhof absolvierten, fiel am Freitagmorgen die Entscheidung mit weitreichenden Folgen für den Saisonhöhepunkt. Am Sonntag, 2. August, wird der neue Deutsche Mannschaftsmeister gekürt – allerdings mit einem geänderten Teilnehmerfeld.
Auslöser war ein Rechtsstreit zwischen dem Frankfurter GC und dem Deutschen Golf Verband (DGV). Streitpunkt war die Abschlusstabelle der 1. Bundesliga Süd der Männer. Nach Auffassung der Frankfurter hatte der GC St. Leon-Rot an mehreren Spieltagen einen nicht teilnahmeberechtigten Spieler eingesetzt, wodurch die Wertung der Liga zu korrigieren sei.
Das Landgericht Wiesbaden folgte dieser Argumentation im Rahmen einer einstweiligen Verfügung. Der DGV teilte mit, dass St. Leon-Rot für den dritten und vierten Spieltag der Saison 2026 disqualifiziert wurde. Beide Spieltage werden mit null Punkten gewertet. Dadurch fällt St. Leon-Rot in der korrigierten Abschlusstabelle mit 14 Punkten auf Rang drei zurück, während der Frankfurter GC mit 18 Punkten auf Platz zwei vorrückt und sich damit für das Final Four qualifiziert.
Der Deutsche Golf Verband erklärte, die gerichtliche Entscheidung selbstverständlich umzusetzen und das Teilnahmerecht entsprechend anzupassen.
Neue Halbfinalpaarungen
Durch die Entscheidung verschieben sich auch die Setzlisten. Der GC Am Habsberg rückt auf Platz eins der 1. Bundesliga Süd vor. Damit ergeben sich für den Samstag folgende Halbfinalduelle:
- GC Hubbelrath (1. Bundesliga Nord) – Frankfurter GC (2. Bundesliga Süd)
- GC Am Habsberg (1. Bundesliga Süd) – G&LC Berlin-Wannsee (2. Bundesliga Nord)
Damit erhält das Final Four wenige Stunden vor dem ersten Drive eine unerwartete sportliche und juristische Wendung, die den Kampf um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft zusätzlich in den Fokus rückt.

