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PGA Champions: Kennen Sie Mark Brown?

Mark Brown arbeitete weit mehr als die Hälfte seines Lebens als Golflehrer. Nun schickt sich der 55jährige Longhitter an, Bernhard Langer und Co. auf der PGA Tour Champions auszudriven.

Sport - März 2022 von Carolin Stähler
PGA Champions: Kennen Sie Mark Brown?
Photo by Streeter Lecka/Getty Images

28 Jahre lang war Mark Brown Club Professional im Tam O’Shanter Golf Club, Long Island, New York. Seine Profession war seine Berufung, träumte er doch schon als Junge davon, später anderen Menschen das Golfspiel beizubringen. Er war sportlich talentiert, überdurchschnittlich gut beim Hockey und Baseball und hätte viele Wege im Sport einschlagen können. Doch er arbeitete bereits als Jugendlicher und während seiner Collegezeit nebenbei in einem Golfclub.

„Ich wollte unbedingt Golflehrer werden und Menschen Unterricht geben und ihnen helfen, besser zu werden.“ sagte Brown über seine Berufswahl. Direkt nach dem College durchlief er die Ausbildung zum PGA Professional und unterrichtete von da an bis heute.

Bis dato hatte Mark Brown in seiner Karriere nie versucht, sich für eine Tour zu qualifizieren. Mit dem Beruf des Golflehrers hatte er seinen Traumberuf gefunden. „Golf zu unterrichten ist ein sehr lohnender Teil des Jobs als Golfprofessional“, sagt Brown über seine Arbeit.

Manchmal passieren jedoch Dinge im Leben, die wir nicht beeinflussen können. Sie führen uns weg von gewohnten Straßen, die wir möglicherweise selbst nie verlassen hätten.

Die Schließung des Tam O’Shanter Golf Clubs im vorigen Jahr markierte einen Einschnitt im Leben des Mark Brown. Bereits 2019 wurde der Privatclub verkauft und schließlich im Jahre 2021 endgültig geschlossen, um einem Häuserpark zu weichen.

Brown war gezwungen sich einen neuen Job zu suchen. Er fand eine Stelle in einem anderen Club, arbeitet dort jedoch nur wenige Tage pro Woche. Parallel versuchte er sich bei der Q-School und verpasste die Qualifikation für die PGA Tour Champions um nur einen Schlag. Doch der Spieler Mark Brown hatte Feuer gefangen.

Beim Monday Qualifying für die in dieser Woche stattfindende Rapiscan Systems Classic der PGA Tour Champions konnte niemand Mark Brown schlagen. Er spielte eine 66 und setzte sich damit an die Spitze des Leaderboards der 36-Spieler starken Montagsqualifikation.

Brown weiß, wie man mit dem Golfschläger umgeht. Neben seinem Job als Vollzeitgolflehrer nahm er in seiner Karriere bereits sechsmal an der PGA Championship teil und dreimal bei der gleichnamigen Seniorenveranstaltung. 2019 wurde er bei letzterer 21ster und damit bester Club Professional.

Es gibt Menschen, die sind einfach mit unglaublich viel Talent gesegnet. Ebenfalls 2019 schaffte er bei seiner zweiten Senior US Open locker den Cut und stand nach zwei Tagen mit Runden von 66 und 69 weit oben auf dem Leaderboard. Am Ende ging ihm etwas die Puste aus und er wurde „nur“ 43ster. Doch seine Visitenkarte hatte der Golflehrer auch hier abgegeben.

Dass er als Vollzeit Club Professional nebenbei gute Ergebnisse bei großen Profiturnieren erzielte ist mehr als nur bemerkenswert.

Seine große Stärke und der Schlüssel seines Spiels ist seine Länge. Wenn er bei Profievents antrat, führte er oft die Driving Distance Statistik an. Doch Mark Brown kann nicht nur weit schlagen, er kann auch gut scoren, was er diesen Montag erneut eindrucksvoll bewies.

Nach 28 Jahren als Club Professional stellt Mark Brown nun sein eigenes Golfspiel in den Vordergrund, welches sich mehr als sehen lassen kann. Wir sind gespannt, wie er sich im direkten Vergleich mit den ganz großen Kalibern wie Langer, Jimenez und Els schlägt.

Die Rapiscan Systems Classic ist nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause wieder Teil des Turnierkalenders der PGA Tour Champions.

Die Tour kehrt zum ersten Mal seit 2019 für die 11. Ausgabe des Turniers nach Mississippi zurück. Nachdem das Turnier bisher stets im Fallen Oak Golf Club im MGM Beau Rivage Resort und Casino bei Biloxi stattfand, ist in diesem Jahr der Grand Bear Golf Club von Jack Nicklaus, in Saucier zum ersten Mal Austragungsort des mit insgesamt 1,6 Millionen Dollar dotierten Turniers. Neben Bernhard Langer ist auch Alex Cejka am Start.

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