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Europa gewinnt den Ryder Cup 2023

In einem spannenden und dramatischen Finale gewinnt Europa den Ryder Cup 2023 mit 16 ½ zu 11 ½. Die Entscheidung fiel spät im Match 11 zwischen Tommy Fleetwood und Rickie Fowler.

Europa gewinnt den Ryder Cup 2023 mit 16 ½ zu 11 ½ gegen die USA. Im Marco Simone Golf & Country Club in Rom benötigten die Europäer nach dem Zwischenstand von 10 ½ zu 5 ½ nach den Vierern vier Punkte aus den 12 Einzelpartien am Sonntag. Lange musste Team Europa am Ende zittern, bevor schließlich Tommy Fleetwood beim Stand von 14:10 für Europa in Match 11 an der 16 auf 2 auf ging und somit die Partie nicht mehr verlieren konnte. Europa war der noch fehlende halbe Punkt somit sicher. Nach Beendigung aller Partien war der Endstand 16 ½ zu 11 ½ für Europa. Es war der siebte Sieg in Folge für Europa auf heimischen Boden. Seit 1993 hat die USA damit nicht mehr in Europa gewonnen.

Ich habe am letzten Loch gewusst, dass ich den Ryder cup gewinnen könnte. Und ich war ziemlich nervös. Als parallel dazu Tommy fleetwood den sack zugemacht hat, war das für mich pure Freude.

Sepp Straka

Der Spielverlauf am Finaltag

Während das Leaderboard in der Anfangsphase des Finaltages überwiegend blau gefärbt war, änderte sich das Bild im Laufe des Nachmittags. Die US-Amerikaner fanden mehr und mehr ins Spiel und drehten einige Partien zu ihren Gunsten.

Den ersten Punkt des Tages holte sich Europa. Der formstarke Viktor Hovland siegte mit einem deutlichen 4&3 Resultat gegen Collin Morikawa. In Match 2 der Einzel ging Hovland früh in Führung, lag nach 6 Löchern bereits 3 auf und brachte das Einzel an der 15 souverän siegreich nach Hause.

Rahm und Scheffler mit hochklassigem Match

Das Match 1 war umkämpft und eng. Rahm und Scheffler lieferten sich einen sensationellen Schlagabtausch auf höchstem Niveau. Scheffler hatte sich nach der 9&7 Demontage im Foursome des Vortages wieder gefangen und zu seinem Spiel zurückgefunden. Das Match war ausgeglichen, Führung und Gleichstand wechselten im Laufe der Partie mehrmals. Auf der 17 vergab Scheffler beim Spielstand von 1 auf einen Putt zum Matchgewinn, und vertagte die Entscheidung auf das letzte Loch.

An der 18 verzog der Amerikaner seinen Abschlag – ein Grünangriff war dadurch nicht möglich, sein zweiter Schlag landete neben dem Grün. Rahm gelang ein perfekter Abschlag und aus 262 Yards und einer Bergablage verschaffte sich der Europäer mit einem soliden Eisenschlag einen Eagleputt. Schefflers Annäherung missglückte und lief über das Grün hinaus. Rahms Monsterputt endet Zentimeter neben dem Loch. Schefflers Chip zum Sieg fand nicht das Loch und somit wurde das Match geteilt und halbe Punkte für beide Teams vergeben. Es stand für den Moment 12:6 für Europa.

Sepp Straka kämpft gegen Justin Thomas und hätte beinahe den entscheidenden Punkt gebracht (Photo by Patrick Smith/Getty Images)

Rose kämpft gegen Cantlay

Europas Ryder Cup Veteran Justin Rose hatte es in Match 3 mit Patrick Cantlay zu tun. Rose lag nach 11 Löchern 3 down, kämpfte sich aber mit zwei gewonnenen Löchern an 12 und 13 zurück ins Match. Rose verlor anschließend zwar die 14, gewann jedoch das 15. Loch und bei einem Spielstand von 1 auf für die USA blieb das Match vorerst weiter offen. An der 16 gelang Rose ein Big Point. Er spielte trotz eines missglückten Abschlags ein Birdie und teilte das Loch gegen Cantlay. Es ging mit 1 auf für Cantlay an die 17. Beide Spieler trafen das Grün. Rose vergab den Birdieputt und Cantlay versenkte eiskalt zum Matchgewinn für die USA. Neuer Zwischenstand: 12:7 für Europa.

McIlroy besiegt Burns

In Match 4 hatte Rory McIlroy den starken Matchplayer-Spieler Sam Burns von Anfang an im Griff. McIlroy holte sich früh die Führung und ging in der Endphase mit 3 auf an den 16. Abschlag. Beide Spieler versuchten, das kurze Par 4 vom Abschlag zu attackieren, ließen sich jedoch noch Annäherungsschläge von außerhalb des Grüns. McIlroy vergab den Birdieputt zum Teilen des Lochs. Mit 2 auf für McIlroy ging es für die Kontrahenten auf die 17. Bahn. Burns traf das Grün des langen Par 3 durchschnittlich, McIlroy nagelte sein Eisen an die Fahne. Burns Putt lief am Loch vorbei, McIlroy gewann mit 3&1 und der neue Spielstand lautete 13:7 für Europa. 

Tyrrell Hatton kämpfte in Match 6 gegen Brian Harman. Beim Stand von 2 auf gelang Hatton an der 16 ein exzellenter Bunkerschlag an die Fahne. Der Europäer gewann das Loch und damit auch das Match mit 3&2. Europa führte mit 14:7 und war nur noch einen halben Punkt vom Ryder Cup Triumph entfernt. 

Der Amerikaner Brooks Koepka kontrollierte das Match 7 gegen Europas Rookie Ludvig Aberg von Beginn an. Koepka gewann die Partie mit 3&2 auf der 16 zum Stand von 14:8 für Europa.

Kurioser Spielverlauf im Match Fitzpatrick gegen Homa

Die Partie Nummer 5 zwischen Europas Matt Fitzpatrick und Max Homa ging beim Stand von 1 auf für Homa auf die 17. Bahn. Homa vergab den Birdieputt zum Matchgewinn und das Duell spitzte sich auf der 18 zu. Beide Spieler trafen vom Abschlag das Fairway und spielten ihre zweiten Schläge ins Rough rechts vom Grün. Fitzpatricks anschließender Chip war nicht zwingend genug. Doch Homa erklärte seinen Ball in offensichtlich gruseliger Lage für unspielbar, nahm einen Drop und spielte anschließend bereits seinen vierten Schlag. Fitzpatrick hatte nun unerwartet einen Putt zum Lochgewinn, zum halben Punkt und damit zum Ryder Cup Sieg für Europa. Fitzpatrick vergab die Chance und Homa puttete anschließend zum Matchgewinn. Homa lochte nervenstark den immens wichtigen Siegputt und holte den Punkt für die USA. Es stand 14: 9 für Europa.

Sepp Straka unterliegt knapp Justin Thomas

Im Match 8 zwischen Sepp Straka und Justin Thomas standen die Zeichen lange auf Sieg für die USA. Doch Straka gelang an der 16 bei 2 down ein Zauberschlag.  Aus dem Rough neben dem Grün lochte der Österreicher seine Annäherung und verkürzte auf 1 down. An der 17 dem 180 Meter langen Par 3 traf Straka vom Abschlag solide das Grün und hatte einen knapp zehn Meter langen Putt zum Birdie. Justin Thomas setzte seinen Abschlag jedoch dichter an den Stock. Strakas Birdieputt blieb zu kurz, doch auch Thomas vergab seine Chance und das Match ging beim Stand von 1 auf für Thomas auf die 18. Straka platzierte seinen Drive solide Mitte Bahn, während Justin Thomas das Fairway verfehlte. Straka traf aus 284 Yards nur den Bunker neben dem Grün. Justin Thomas konnte aus dem Bunker nur mit dem Eisen auf das Fairway vorlegen, platzierte seine Annäherung jedoch solide auf dem Grün. Straka verlor das Loch am Ende mit Par gegen Birdie und Thomas gewann das Match für die USA mit 2 auf. 14: 11 stand es auf dem Papier für Europa, die Entscheidung war jedoch schon im Match zwischen Tommy Fleetwood und Rickie Fowler gefallen.  

Tommy Fleetwood holt den entscheidenden Punkt: Der Ryder Cup 2023 im Marco Simone Golf Club geht wieder nach Europa. (Photo by Andrew Redington/Getty Images)

Fleetwood gegen Fowler bringt die Entscheidung

Bei 1 Down bügelte Rickie Fowler in Match 11 gegen Tommy Fleetwood an der 16 seinen Abschlag ins Wasser. Fleetwood steckte nicht zurück, sein mutiger Drive fand das Grün. Fowler platzierte seinen dritten Schlag aus der Drop Zone an der Fahne. Fleetwood hatte zwei Putts zum Lochgewinn, zum 2 auf dormie und damit zum Ryder Cup. Fleetwood legte den ersten Putt ran und Fowler schenkte den Parputt zum sicheren und entscheidenden halben Punkt für Europa zum Ryder Cup Sieg. Das Match musste noch auf der 17 beendet werden. Fleetwood gewann mit 3&1 und der Spielstand war 15:11 für Europa.

Die beiden letzten Partien auf dem Platz wurden zu Ende gespielt. In Match 12 gewann Robert MacIntyre mit 2&1 gegen Wyndham Clark zum 16:11. Shane Lowry und Jordan Spieth teilten ihre Partie auf der 18 zum 16 ½ zu 11 ½ Endstand für Europa.

Ryder Cup 2023: Singles – die Tee Times

Die Paarungen für die zwölf Einzel am Sonntag beim Ryder Cup im Marco Simone Golf Club in Rom stehen fest. Jon Rahm wird gegen Scottie Scheffler das erste Einzel spielen. Sepp Straka bekommt es in Match 8 mit Justin Thomas zu tun.

Sunday Singles – die Paarungen

Statistische Vorhersage Sunday Singles

Der Statistikexperte Michael Moser hat für SimplyGOLF eine Vorhersage getroffen und gibt folgende Einschätzung:

„Luke Donald hat vermutlich eines der besten Teams aller Zeiten auf seiner Seite! Das macht die Aufstellung natürlich einfacher! Aber es scheint, er will bei diesem nervenaufreibenden Event früh den Sack zu machen! Und falls die Rookies in der Mitte dem Druck nicht standhalten, hat er als kleinen“ Emergency Exit“ noch in der vorletzten Partie eine golferische Killermaschine positioniert, die unter diesen Bedingungen zu Höchstform auflaufen kann!“

Michael Moser

Die Vorhersagen für die 12 Single Matches im Einzelnen:

Statistische Vorhersage Singles (M. Moser)
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