Simplygolf Logo

7 Dinge, die wir während der ersten Runde der Open in Carnoustie gelernt haben

Rasend schnelle Fairways, tiefe Bunker und Tiger’s Verletzungsangst dominierten die erste Runde des Majors in Carnoustie. The Open Championship zu verfolgen ist immer wunderbar. Grünannäherungen aus verschiedensten Distanzen, oftmals aus sehr wildem Rough, aus dem man (zumindest das Starterfeld) dennoch ganz gut spielen kann, verschiedenste Herangehensweisen und außergewöhnliche Spielkonditionen bestimmen den Bewerb.

Sport - Juli 2018 von Regina Dvorak
7 Dinge, die wir während der ersten Runde der Open in Carnoustie gelernt haben

Hier sind ein paar Dinge, die sich gestern, während der ersten Runde ganz klar herausgestellt haben:

  • Die Fairways sind schneller als die Grüns in Carnoustie

Wirklich, das sind sie. Der trockene schottische Sommer macht die Fairways auch mit dem Stimpmeter gemessen etwas schneller als die Grüns. Eindrucksvoll zu sehen bei diesem Drive von Sergio:

  • Tiger’s Hals ist OK. Glauben wir.

Die Golfwelt war nahe am Kollaps als Tiger Woods auf der Practice Range mit getaptem Genick erschien. Mit seiner eindrucksvollen Geschichte an Rückenproblemen und Verletzungen lag die Vermutung nahe, dass der 14fache Major-Gewinner, der zum ersten Mal seit 2015 The Open Championship spielt, wieder mit seriösen Schmerzen zu kämpfen hat. Sein Birdie am ersten Loch, eine solide Par Runde und einige freundliche Worte zur Erklärung nach der Runde ließen jedoch aufatmen. Zumindest glauben wir das.

Tiger’s Genick

  • Jordan Spieth hatte wohl einen Aussetzer, aber gute Chancen die Open noch zu gewinnen.

Nach 14 Loch lag der amtierende Open Champion 3 unter Par und wirkte ganz wie auch der kommende Open Gewinner. Eine Stunde später lag er 1 über, mit einer eindrucksvollen Streuung

Auf den letzten Löchern. Ausschlaggebend war ein Doppelbogey auf der 15, das offenbar seinen Lauf determinierte. Bleibt abzuwarten, ob er sein Spiel über Nacht wieder gefunden hat.

  • Bunker sind ernstzunehmende Hindernisse in Carnoustie

Oftmals kommen Bunker während der großen Turniere kaum ins Spiel und wirken fast wie aus rein optischen Gründen eingeplante Abwechslung zum Grün der Fairways. Perfekt gepflegt und kaum betreten. Nicht so in Carnoustie. Hier wird eindrucksvoll klar wie mit Bunkern umzugehen ist: Jedenfalls und unter allen Umständen meiden.

  • Marc Leishman zeigt vor, wie rasch sich Golf ändern kann

Marc Leishman war wie aufgedreht zu Beginn seiner ersten Runde. Zehn Putts und vier Birdies ließen ihn nach acht Loch vier unter Par liegen. Dann ein vergeigter Putt an der 9, der zum ersten Bogey führte, das Doppelbogey an Loch 10 und schon war das Golf weg. Leishman kam mit eins über Par ins Clubhaus, sechs Schläge hinter dem Führenden Kisner. Bleibt ihm zu wünschen, dass er die zweiten Neun von gestern aus seinem Gedächtnis streichen kann.

  • Der Putter ist ein guter Freund in Carnoustie

Immer wieder eindrucksvoll, wie oft Hobbyspieler den Putter auch außerhalb des Grüns verwenden. Bei den Open an diesem Wochenende kann man diese Herangehensweise auch oft bei den Pros beobachten. Die extrem schnellen kurzen Fairways scheinen wie geschaffen für unkonventionelle Putter-Einsätze.

 

  • Birdies sind viel cooler, wenn man dabei gar keinen Putter verwendet

Thailand’s Kiradech Aphibarnrat zeigte vor, wie’s geht. Einer der schönsten Schläge des Tages: Seine Annäherung auf der 17. Einmal gebounct und schon drinnen.

Leseprobe bestellen