Spitzengolf vor einer Traumkulisse! Am ersten Tag der Austrian Alpine Open holte sich der 18-jährige Chinese Yanhan Zhou, jüngster Spieler der DP World Tour mit einer fulminanten 62 (-8) die alleinige Führung in Kitzbühel. Auf dem zweiten Platz liegt einen Schlag dahinter der Portugiese Ricardo Gouveia (-7). Es folgt eine größere Gruppe bei -6 Schlägen, zu der auch der Deutsche Marcel Schneider gehört. Vielversprechend waren auch die Auftritte der österreichischen Stars, allen voran Maximilian Steinlechner, der sich mit einer 65 (-5) mit oben am Leaderboard in Stellung brachte. Bernd Wiesberger positionierte sich mit einer 66 ebenfalls aussichtsreich für die nächsten Tage. Sepp Straka spielte vor einer großartigen Kulisse am frühen Morgen eine 67 und liegt aktuell auf dem geteilten 25. Platz .
Straka mit früher Startzeit
Echtes Gänsehaut-Feeling um 7.50 Uhr am Donnerstagmorgen am Golfplatz Kitzbühel-Schwarzsee-Reith! Eine große Zuschauerkulisse hatte sich am zehnten Tee eingefunden, um Sepp Strakas ersten Abschlag bei den Austrian Alpine Open presented by Kitzbühel – Tirol mitzuerleben. Es war seine erste Turnierrunde in Österreich seit acht Jahren.
Nach außen hin zwar gewohnt ruhig, aber innerlich doch ein wenig aufgewühlt, wie er nach der Runde zu Protokoll gab, leistete sich Straka gleich auf seinem ersten Loch bei der Annäherung auf das zehnte Grün einen Schlag ins Wasser. Straka rettete aber nach dem fälligen Strafschlag und einer guten Annäherung unter dem Jubel der Zuschauer das Par. Der Publikumsliebling musste sich in weiterer Folge bis zu seinem elften Loch in Geduld üben. Dem Birdie auf dem Par 4 der zweiten Bahn ließ er zwei weitere Schlaggewinne folgen, ehe es mit zwei Bogeys wieder in die falsche Richtung ging. Mit zwei Birdies auf den Löchern 7 und 9 wurde es letztlich eine solide 67 (-3).
„Der Support heute war von Beginn an wirklich super. Es war ja doch eine frühe Startzeit, trotzdem waren schon viele Leute dabei und haben mich angefeuert. Das war sehr wichtig, diese Energie habe ich gefühlt und auch gebraucht, denn am Anfang war mein Spiel noch nicht ganz so da. Aber nach jedem gelochten Putt und einem guten Eisen nahe ans Loch wurde wahnsinnig gejubelt. Mit dem Score bin ich sehr zufrieden, vor allem das kurze Spiel war wirklich gut. Nachdem es am Beginn noch etwas schwierig war, habe ich mich auf den zweiten neun Löchern immer wohler gefühlt“, fasste Straka seinen Arbeitstag zusammen.
Starker Auftakt für Steinlechner
Bärenstark präsentierte sich Lokalmatador Maximilian Steinlechner auf seiner Startrunde. Der Tiroler notierte nicht weniger als acht Birdies, bei einem Bogey und einem Doppelbogey. „Coole Atmosphäre, das Wetter war auch gut – so kann es weitergehen“, erklärte Steinlechner, der auch sehr abgebrüht mit der Tatsache umgeht, dass das heimische DP-World-Tour-Turnier in diesem Jahr in seiner engeren Heimat ausgetragen wird. „Ich genieße es einfach, dass die Austrian Alpine Open heuer in Tirol stattfinden, und mache mir deshalb sicher keinen Stress“, so Steinlechner, der sich in dieser Woche noch viel zutraut.
„Ich weiß, dass ich vom Spielerischen her vorne mitmischen kann, aber es liegt noch viel Golf vor mir. Jetzt gilt es einmal, morgen dort anzuschließen, wo ich heute aufgehört habe.“
Wiesberger glänzt bei schwierigen Bedingungen
Aufkommender Wind sorgte am Donnerstagnachmittag für zunehmend schwierige Bedingungen in der Auftaktrunde. Einer, der noch am besten mit den anspruchsvollen Verhältnissen auf dem Par-70-Kurs am Golfplatz Kitzbühel-Schwarzsee-Reith zurechtkam, war Bernd Wiesberger. Der Sieger der diesjährigen China Open spielte fünf Birdies, leistete sich lediglich ein Bogey und reihte sich mit 66 Schlägen (-4) auf dem 17. Zwischenrang ein.
„Es war heute durchaus schwierig da draußen. Durch den Wind hast du nicht gewusst, was dich erwartet. Dazu fliegt der Ball hier auf rund 800 Metern Seehöhe auch etwas weiter. All das hat dazu geführt, dass ich zu Beginn mit den Wedges nicht die beste Distanzkontrolle gehabt habe. Dafür habe ich gut geputtet und damit meinen Score wieder ausgeglichen. Ich bin happy mit dem Start, weiß aber auch, dass ich noch Potenzial nach oben habe. In Summe war es eine solide Runde – sowohl vom Spielerischen als auch vom Mentalen her“, zog Wiesberger nach den ersten 18 Löchern bei seinem Heimauftritt eine durchaus positive Bilanz.
Schwab und Kopp mit soliden Runden
Mit dem Steirer Matthias Schwab (68/-2) auf Position 37 und dem Tiroler Alexander Kopp (69/-1) auf Rang 57 sind nach Tag 1 zwei weitere Österreicher auf Cut-Kurs.

