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TaylorMade Stealth & das Carbon-Zeitalter

Mit dem TaylorMade Stealth startet das Unternehmen in ein neues Zeitalter bei Driver & Co. Das kleine 1×1 des Marketings ist dabei auch im Spiel.

Equipment - Januar 2022 von Klaus Nadizar
TaylorMade Stealth & das Carbon-Zeitalter

Mit der Einführung der Stealth™ Plus, Stealth und Stealth HD Carbonwood™ Driver will TaylorMade Golf seine Geschichte bahnbrechender Innovationen weiter ausbauen.  Titan war in den letzten 20 Jahren der Eckpfeiler der Driver-Technologie, aber schon zu Beginn der Ära der Titan-Driver wussten die Ingenieure von TaylorMade, dass jedes Material seine Grenzen hat.

Die Zukunft der Driver-Performance beginnt mit der einzigartigen 60X Carbon Twist Face – bestehend aus 60 Schichten von Carbonplatten, die strategisch angeordnet sind, um die Energieübertragung zu optimieren. 

In zwei Jahrzehnten Forschung und Entwicklung hat TaylorMade die Grenzen erweitert und mit den 60X Carbon Twist Face Drivern eine neue Ära der Driver-Technologie eingeleitet.

Warum Carbon?

Das Ziel jeder neuen Technologie ist, eine messbare Leistungsverbesserung für TaylorMade Kunden zu schaffen. Die 60 Lagen Carbonfasern des Stealth tragen genau dazu bei, indem sie für mehr Geschwindigkeit sorgen. Die rote Carbon-Schlagfläche – ja, die Schlagfläche ist rot – liefert einen höheren COR und eine präzisere Schlagflächengeometrie durch eine leichtere, aber größere Schlagfläche. 

Die Ingenieure von TaylorMade nutzten die Vorteile des leichten Carbonmaterials, indem sie eine 26 Gramm schwere Schlagfläche entwickelten, die 40 Prozent leichter ist als eine Titanschlagfläche gleicher Größe. Aufgrund dieser Gewichtseinsparung ist die Schlagfläche des Stealth um 11 Prozent größer als die der SIM2 und SIM2 Max Driver und fast 20 Prozent größer als die des 2020er SIM Drivers. 

TaylorMade Stealth & das Carbon-Zeitalter

Shaped for speed  

Trotz einer größeren Schlagfläche nimmt die Schlägerkopfgeschwindigkeit beim Stealth nicht ab. Der asymmetrische Trägheitsgenerator sorgt für fortschrittliche Aerodynamik in der kritischsten Phase des Schwungs – vom Abschwung bis zum Moment kurz vor dem Impact. 

Dieses bahnbrechende Design optimiert die Schlägerkopfgeschwindigkeit und ermöglicht es gleichzeitig, zusätzliches Gewicht im hinteren Teil des Schlägers zu platzieren, um ein höheres MOI, einen hohen Ballstart und eine verbesserte Fehlerverzeihung zu erreichen.  

Wie klingt der Stealth Driver?

Aufgrund der Erfahrungen mit älteren Schlägern mit Carbonkopf auf dem Markt könnte man erwarten, dass die Driver der Stealth-Familie unter einem gedämpften und energiearmen Klangprofil leiden. Durch fein abgestimmte akustische Präzision ist es den Ingenieuren jedoch gelungen, ein helles und kraftvolles Klang- und Gefühlsprofil zu schaffen, das den hohen Standards der TaylorMade Driver der letzten Jahre entspricht.

Der Klang und das Spielgefühl von Stealth wurden in Spielertests im Vergleich zu SIM2 sogar noch besser bewertet, und das Feedback der Tour-Spieler war überwältigend positiv.

Eine 20 Jahre lange Reise

Die Technik-, Forschungs- und Entwicklungsteams von TaylorMade begannen im Jahr 2000 mit der Erforschung von Carbon-Schlagflächen. 2003 wurde der erste Prototyp mit einer Titanium-Schlagfläche entwickelt. Sechs Jahre später begann die Forschung an einer Polymer-Schlagfläche in der Hoffnung, die Launch-Bedingungen zu verbessern. 

Im Jahr 2012 wurde dann eine kleine Produktionsanlage für Schlagflächen aus Verbundwerkstoffen errichtet, um die Einführung des 2013 in Japan in limitierter Auflage erhältlichen Gloire Reserve Drivers zu unterstützen. Sie diente als Zeichen der Bereitschaft für diese Designplattform und den Fortschritt der TaylorMade Technik.

Im Jahr 2016 führten neue Fertigungstechniken zur ersten Entwicklung einer 60-lagigen Carbon-Oberfläche. Die Arbeit an den neuen Stealth-Modellen begann ernsthaft in 2018, rund 18 Jahre nach Beginn des Prozesses.

Im Jahr 2019 wurde eine hochmoderne Anlage in Betrieb genommen und 2021 fertiggestellt, die den Goldstandard für die Großserienproduktion von Verbundwerkstoffteilen setzt. Jeder Teil des Prozesses wurde gestrafft, um Abfall zu reduzieren und die Effizienz zu steigern. Gleichzeitig wurden zusätzliche Anlagen gebaut, um die fertig bearbeiteten Oberflächen zu Gussteilen zu verbinden.

TaylorMade läutet also das Carbonwood-Zeitalter ein.

LEISTUNGSVERGLEICH VON STEALTH PLUS, STEALTH UND STEALTH HD

STEALTH PLUS

Aufgrund der Gewichtseinsparungen durch das 60X Carbon Twist Face konnten die Ingenieure ein verschiebbares 10-Gramm-Gewicht einbauen, was dem Golfer beim Shot Shaping hilft,

indem die Masse auf der Sohle verschoben wird, um den gewünschten Ballflug zu erzeugen. Der Stealth Plus ist der Driver mit dem geringsten Spinning in der Familie.

STEALTH

Stealth profitiert von den Gewichtseinsparungen des 60x Carbon Twist Face, da mehr Gewicht tief im Schlägerkopf positioniert werden kann. Dies sorgt für 15% mehr MOI im Vergleich zum Stealth Plus und soll 200-300 Umdrehungen mehr Spin bieten.

STEALTH HD

Oftmals fördern Standard-Draw-Bias-Designs einen Ballflug von rechts nach links auf Kosten der Fehlerverzeihung. Indem wir die Gewichtseinsparungen durch die 60X Carbon Twist Face nutzen und den Trägheitsgenerator näher an die Ferse verlagern, sind wir in der Lage, den Draw Bias beizubehalten und gleichzeitig das höchste MOI in der Stealth-Driver-Familie zu schaffen. Während der Stealth HD eine verstärkte Draw-Tendenz bietet, hat er eine ähnliche Backspin-Performance wie der Stealth.

STEALTH WOMEN S

Der Stealth Women’s Driver kombiniert die Technologie des Stealth HD mit einem etwas geringeren Kopfgewicht und einer einzigartigen Farbgebung und Ästhetik. Er behält das High-MOI-Kopfdesign bei für leichten, hohen Launch mit einem Hauch von Draw.

Und jetzt zum Marketing

Der deutlich sichtbare Stempel 60x Carbon auf der roten Schlagfläche will uns – wie Jailbreak & AI bei Callaway – beeindrucken und uns nochmals vor Augen führen, dass hier 60 Kohlefaser-Layer zu einer Schlagfläche verarbeitet wurden.

Aber das ist im Grund Standard, egal wie sehr die verwendete oder angewandte Technologie für die Performance des Schlägers relevant ist…

Der Preis?

Da wird’s diesmal eher grimmig, weil TaylorMade schlanke €739 Euro für ihre 60 mal Kohlefaser-Driver abruft…

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