Markus Brier hat sich einen besonderen Platz in den Geschichtsbüchern des Golfsports gesichert. Der Wiener gewann die Hickory Masters 2026 im traditionsreichen Circolo Golf Villa d’Este und wurde damit zum ersten Major-Sieger der Hickory-Golf-Geschichte.
Der ehemalige DP-World-Tour-Spieler, der insgesamt vier internationale Profisiege – zwei auf der DP World Tour und zwei auf der Legends Tour – feiern konnte, setzte sich mit einem Schlag Vorsprung gegen den Schweizer Paolo Quirici durch. Quirici gilt als einer der besten Hickory-Golfer der Welt und gewann 2013 die Hickory-Weltmeisterschaft.
Die Bedingungen hätten kaum kontrastreicher sein können. Während die erste Runde bei Sonnenschein und leichtem Wind ausgetragen wurde, entwickelte sich der Finaltag zu einer Geduldsprobe mit Regen, Gewittern und mehreren Unterbrechungen wegen Blitz und Donner. Die 37 Teilnehmer aus 16 Nationen mussten dabei nicht nur mit den schwierigen Wetterbedingungen kämpfen, sondern auch mit den besonderen Anforderungen des Hickory-Golfs.
Noch bei der zweiten wetterbedingten Unterbrechung lag Quirici im letzten Flight in Führung. Gemeinsam mit Markus Brier hatte er zu diesem Zeitpunkt noch zweieinhalb Löcher zu absolvieren. Mit einem Birdie auf Loch 16 setzte der Schweizer zunächst ein Ausrufezeichen. Doch Brier blieb dank eines spektakulären Chip-ins zum Par im Rennen und konterte anschließend mit Birdies auf den Löchern 17 und 18. Damit sicherte sich der Österreicher den prestigeträchtigen „Silver Rake Niblick“.

Die Hickory Masters 2026 gelten als Meilenstein für den historischen Golfsport. Das Turnier versteht sich als erstes echtes Major im Hickory-Golf und setzt konsequent auf Authentizität: Gespielt wird ausschließlich mit Originalschlägern aus der Hickory-Ära, ohne moderne Nachbauten. Zudem verwenden alle Teilnehmer denselben Ball und treten im klassischen Stil mit Hemd, Krawatte oder Fliege an.
„Dies ist das erste Turnier überhaupt, bei dem Hickory-Golf in seiner ganzen Fülle erlebt wird“, sagte Hickory-Weltmeister Perry Somers aus Australien. „Es gelten dieselben Regeln wie vor 100 Jahren. Ich liebe es.“

