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US Masters: Matsuyama (JPN) mit Premiere, Wiesberger mit Problemen

Hidei Matsuyama (JPN) jubelt über den ersten Masters-Sieg eines Japaners, Wiesberger ärgert sich vermutlich über seine78er-Schlussrunde. GEWINNSPIEL INSIDE!

Sport - April 2021 von Klaus Nadizar
US Masters: Matsuyama (JPN) mit Premiere, Wiesberger mit Problemen
Hideki Matsuyama (Photo by Mike Ehrmann/Getty Images)

Während Japan jubelt, weil Hideki Matsuyama das US Masters am Ende knapp aber mehr als verdient gewinnt, müht sich Bernd Wiesberger durch einen wenig erquicklichen Finaltag. Und anstatt Punkte für den Ryder Cup und Weltrangliste gut zu machen, wird der Österreicher nach einer 78er-Schlussrunde bis auf Platz 40 zurück gereicht.

Eine Par-Runde wäre gut für einen Platz in den Top 12 und damit einer automatischen Qualifikation für das US Masters 2022 gewesen. Zudem hätte Wiesberger mit einem Spitzenergebnis noch Chancen auf die US Tourkarte gehabt, die jetzt wieder in weite Ferne gerückt ist.

Ganz vorne am Leaderboard spaziert der Japaner Hideki Matsuyama quasi zum ersten Masters-Titel für einen Japaner. Nicht nur spielt Matsuyama ausgezeichnetes Golf, führt zwischenzeitlich mit sechs Schlägen, auch seine ärgsten Verfolger machen es ihm einfach: Xander Schauffele (USA) leistet sich gleich 2 Doppelbogeys in seiner Finalrunde. Eines davon just, als Matsuyama kurz Anzeichen von Schwäche zeigt: Nach zwei Bogeys in Serie rückt Schauffele bis auf 2 Schläge an den Japaner heran, versenkt aber auf Loch 16 (Par 3) seinen Abschlag ins Wasser.

Von Will Zalatoris, der gerade mal sein zweites Major spielte, und wie Schauffele mit 4 Schlägen Rückstand auf Matsuyama gestartet war, konnte man nicht viel erwarten. Umso überraschender der Auftritt des 24-jährigen Amerikaners. Zalatoris landet am Ende nur einen Schlag hinter Matsuyama auf Platz 2. Damit ist das Zalatoris zweites Top-10-Resultat bei ebensovielen Auftritten.

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US Masters: Wiesberger weiter im Spitzenfeld

US Masters: Matsuyama (JPN) mit Premiere, Wiesberger mit Problemen
Bernd Wiesberger auf Loch 12 | Foto: getty images

Der Moving Day beim US Masters entwickelte sich für alle Spieler im Cut zu einem harten Arbeitstag. Bis auf den Japaner Hideki Matsuyama, der mit einem unwiderstehlichen Schlussspurt dem Feld davoneilt: Mit einem Eagle und zwei Birdies auf den Holes 15, 16 & 17 setzt sich der Japaner mit 4 Schlägen von einem vierköpfigen Verfolgerfeld ab.

Nicht in dem Feld: Bernd Wiesberger. Der Österreicher tat sich am dritten Tag, mit jeder Menge Wind und einer Gewitterunterbrechung genau so schwer wie die meisten seiner Arbeitskollegen. Auch sein Flightpartner Jordan Spieth (USA) Am Ende hält sich Wiesberger mit einer 74er-Runde in den Top 10 und kämpft am Finaltag wohl nicht mehr um den Sieg mit, wohl aber um jede Menge Goodies: Etwa eine automatische Qualifikation für das nächstjährige Masters (Top 12 und schlaggleiche), jede Menge Weltranglistenpunkte und natürlich auch Ryder Cup-Punkte.

Mit 5 Schlägen Rückstand auf das aktuell zweitplatzierte Quartett Rose, Schauffele, Leishman und Zalatoris geht Wiesberger in einen für ihn nicht unwichtigen Finaltag beim US Masters. Wiesbergers Flightpartner am Finaltag der US Masters im Augusta National GC ist der Koreaner Si Woo Kim.

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US Masters: Wiesberger mit historischer Performance in Augusta

Mit einer quasi fehlerfreien zweiten Runde beim US Masters im Augusta National GC schießt sich Bernd Wiesberger in die Golf-Geschichtsbücher: Für rund eine Stunde führt Wiesberger mit seiner grandiosen Performance das Feld in Augusta an, als erster Österreicher der Geschichte.

Am Ende das Tages liegt Wiesberger nach einer 66er-Runde und mit gesamt 4 unter Par vor dem finalen Wochenende nun auf Rang fünf. Drei Schläge hinter dem führenden Engländer Justin Rose und spielt zum zweiten Mal nach den PGA Championship 2014 in Valhalla um den Sieg bei einem Major mit. Damals lag Wiesberger vor dem Schlusstag nur einen Schlag hinter dem späteren Sieger Rory McIlroy und spielte mit dem Nordiren im letzten Flight. Nach einer 74er-Runde landete Wiesberger auf Rang 15.

Beim Masters liegt Wiesberger vor dem finalen Wochenende auf Rang 5 und startet um 20 Uhr MEZ mit Jordan Spieth in den dritten Tag.

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Wiesberger: Georgia on his mind

Die inkonstanten Leistungen der letzten beiden Turnierwochen in Texas mit einem Ausscheiden in der Dell WGC Matchplay Qualifikation und einem „Missed Cut“ bei der Valero Texas Open waren natürlich nicht die Ausbeute, die sich Bernd Wiesberger unmittelbar vor dem ersten Major des neuen Jahres vorgestellt hatte.

„Mein Blick ist nach den fehleranfälligen letzten Golfrunden nach vorne gerichtet. Ich konnte das Wochenende über ausgiebig trainieren und bin dann zusammen mit anderen Spielern am Sonntagabend in Augusta angekommen. Check-In mit Covid 19 Maßnahmen standen am Montag auf dem Plan, dann 9 Löcher zur Vorbereitung auf dem Augusta National GC,“ beschreibt Bernd Wiesberger die ersten Stunden in Georgia. „Der Platz präsentiert sich sicher schwieriger als noch im November bei meiner letzten Masters-Teilnahme. Die Greens sind schon härter und deutlich schneller, ein Umstand, der das Anspielen der Fahnenpositionen erschwert“.

US Masters: Matsuyama (JPN) mit Premiere, Wiesberger mit Problemen
Bernd Wiesberger hofft im Augusta National GC auf eine Trendwende seiner spielerischen Leistung | Foto: golfsupport.nl

Der Burgenländer starten zum 6. Mal beim US Masters und hat bei den bisherigen Auftritten jedes Mal den Cut für die Teilnahme am Wochenende geschafft. Als beste Platzierung konnte er bisher 2015 einen 22. Rang vorweisen.

„Ich freue mich darüber, dass Fans endlich wieder das Turnier begleiten dürfen und damit so etwas wie Normalität zurückkehrt. Mit Jamie habe ich einen erfahrenen Caddy am Bag, wir bereiten uns konzentriert auf das US Masters vor und werden positiv und voll motiviert am Donnerstag am ersten Abschlag stehen.“

Dieser erfolgt um 11 Uhr 30 Ortszeit, gemeinsam mit Carlos Ortiz (MEX) und Mackenzie Hughes (CAN).

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US Masters: Matsuyama (JPN) mit Premiere, Wiesberger mit Problemen
Heuer sind in Augusta wieder limitiert Zuschauer erlaubt – die Spieler freuen sich jedenfalls auf mehr Stimmung
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