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Lyoness Open: Top-Starterfeld in Atzenbrugg

Ein Blick auf die Entrylist der Lyoness Open verspricht vor allem eines: Spannung bis zum letzten Putt: Noch nie zuvor hatte es Bernd Wiesberger mit einer Armada dieser Klasse im Diamond CC zu tun.

Sport - Juni 2017 von Klaus Nadizar
Lyoness Open: Top-Starterfeld in Atzenbrugg
Chris Wood teste beim Ryder 2016 auf, und heuer in Atzenbrugg, Foto: GEPA

 

Mit Chris Wood ein aktueller Ryder-Cup-Spieler, mit Bernd Wiesberger eine in Topform agierende Nummer 29 der Welt, mit Joost Luiten ein richtiger „Atzenbrugg-Spezialist“ und mit Sizilien-Turniersieger Alvaro Quiros ein beeindruckender „Longhitter“ – das Starterfeld bringt nicht nur zahlreiche internationale und nationale Golfstars in den Diamond Country Club nach Atzenbrugg, sondern  auch enorm viel Spannung. Selten zuvor hat es nämlich so viele Kandidaten auf den Turniersieg gegeben wie bei den heurigen Lyoness Open powered by Organic+!

WWW – Wu, Wood, Wiesberger! Das Starterfeld der heurigen Lyoness Open powered by Organic+ (8. bis 11. Juni) wird von diesen drei Herren angeführt. Ashun Wu (CHN), Vorjahressieger und Titelverteidiger im Diamond Country Club, Chris Wood (ENG), Ryder-Cup-Spieler 2016 und vor zwei Jahren Gewinner in Atzenbrugg, sowie Bernd Wiesberger, Nummer 29 der Welt und Österreichs unumstrittene Nummer 1. Wenn es darum geht, die Favoriten auf den Turniersieg zu nennen, müssen diese drei Spieler als erste genannt werden. Aber sie sind bei weitem nicht die einzigen, die für den Gewinn der begehrten Trophäe und das Siegerpreisgeld in Frage kommen. Wie erwartet hat sich die Entry List in den letzten Stunden zwar nochmals ordentlich geändert, das Teilnehmerfeld ist aber nach wie vor höchst interessant und ausgeglichen wie selten zuvor. Zahlreiche Spieler sind in diesem Jahr zum Kreis der Favoriten zu zählen – und dabei ergeben sich einige Fragen:

Kann der Vorjahressieger seinen Titel verteidigen?
Ashun Wu triumphierte 2016 mit 13 unter Par bei den Lyoness Open. Bis dato ist es noch keinem Spieler in Atzenbrugg gelungen, seinen Titel zu verteidigen. Es konnte darüber hinaus auch noch kein Golfer Österreichs European-Tour-Event (seit 2006) zweimal gewinnen. Neben Wiesberger (2013), Wood (2015) und Wu (2016) hätten in diesem Jahr José Manuel Lara (Sieger 2010), Richard Green (2007) und Markus Brier (2006) im Grunde genommen die Möglichkeit dazu.

Gelingt es einem aktuellen Saisonsieger ein weiteres Turnier in diesem Jahr zu gewinnen?
Neben Wiesberger haben heuer auch schon „Longhitter“ Alvaro Quiros (ESP), Matt Wallace (ENG) und Graeme Storm (ENG) ein Turnier auf der European Tour gewonnen. Sie alle wollen in Atzenbrugg zeigen, dass ihr Erfolg keine einmalige Sache war.

Wie werden sich die Topplatzierten aus dem Vorjahr schlagen?
Im Vorjahr spielten Adrian Otaegui (ESP), Richard McEvoy (ENG), James Morrison (ENG) und Zander Lombard (RSA) bis zu den letzten drei Löchern um den Sieg mit, ehe sich der Chinese Wu durchsetzen konnte. Die vier haben ihr Kommen für heuer wieder zugesagt und wollen klarerweise ihre Leistung aus dem Vorjahr bestätigen bzw. sogar noch eines drauflegen.

Hält der Aufwärtstrend von Gary Stal in Atzenbrugg an?
Sich jedes Jahr im Klassement zu verbessern – das dürfte die Strategie von Gary Stal (FRA) sein. Zum fünften Mal wird der 25-Jährige in Niederösterreich aufteen, wenn der Aufwärtstrend anhält, dann wird es nach den Rängen 52, 25, 9 und 6 auf jeden Fall eine Spitzenplatzierung.

Spielen die „Atzenbrugg-Spezialisten“ Joost Luiten und Gregory Bourdy abermals eine große Rolle?
Die beiden sind auf jeden Fall nicht zu unterschätzen. Joost Luiten war auf diesem Platz nie schlechter als 6. (2016), davor gab es für den sympathischen Niederländer die Ränge 3 (2011), 1 (2013) und 3 (2014). Gregory Bourdy (im Vorjahr schlaggleich mit Luiten) führte vor zwei Jahren drei Tage lang das Feld an, ehe er am letzten Tag noch auf den 6. Rang zurückfiel. Bourdys Statistik in vier Jahren liest sich auch nicht schlecht: 18., 8., 6. und 6.

Gewinnt erstmals ein Südafrikaner Österreichs einziges European-Tour-Turnier?
2016 ging der Sieg im Diamond Country Club erstmals an einen Nicht-Europäer, schlägt heuer vielleicht die Stunde eines Südafrikaners? Zander Lombard war im Vorjahr schon sehr knapp dran, diesmal haben sich weitere starke Spieler aus der afrikanischen Golfnation angesagt: Haydn Porteous, Jaco van Zyl oder Dylan Frittelli, um nur ein paar zu nennen.

Wer kann überraschen? Wen muss man auf jeden Fall auf der Rechnung haben?
Es gibt einige Kandidaten, die sich in die Siegerliste eintragen könnten: Johan Carlsson zum Beispiel, der Schwede zeigte mit der Führung nach dem ersten Tag in Wentworth groß auf. Auf jeden Fall sollte man auch Jordan Smith auf der Rechnung haben. Der Engländer gewann im Vorjahr die Order of Merit der Challenge Tour und liegt derzeit auf Platz 36 im „Race to Dubai“. Maximilian Kieffer (GER), der in Wentworth zwei Tage lang im Spitzenfeld zu finden war, David Horsey (ENG), Brett Rumford (AUS), Lee Slattery (ENG), Kristoffer Broberg (SWE) sowie Stephen Gallacher (SCO), seines Zeichens Ryder-Cup-Sieger 2014, – sie alle haben das Potential für den Sieg bei den Lyoness Open 2017.

Wie schlagen sich die Golf-Legenden gegen die „jungen Wilden“?
Miguel Angel Jiménez (53 Jahre) und Mike Weir (47 Jahre) haben in ihrer Golfkarriere schon irrsinnig viel erreicht. Der Spanier gewann 21-mal auf der European Tour, der Kanadier feierte mit dem Masters-Sieg 2003 seinen größten Erfolg. Sie werden mit ihrem Spiel die Zuseher begeistern und mit Sicherheit auch ihre jungen Konkurrenten ordentlich herausfordern.

Welche Österreicher schlagen ab? Wer kann beim Heimturnier über sich hinauswachsen?
Österreich schickt neben Wiesberger noch 13 weitere Spieler ins Rennen. Die größten Chancen werden sicherlich Matthias Schwab einräumen, der Schladminger gibt bekanntlich sein Debüt als Professional. Markus Brier feiert sein Comeback auf der European Tour, dazu kommen noch Sepp Straka, Manuel Trappel und Lukas Nemecz, der den Diamond Course zu seinen Lieblingsplätzen zählt und hier in den letzten Jahren immer den Cut schaffte. Komplettiert wird das österreichische Feld von den Professionals Christoph Pfau, Felix Schulz und Clemens Gaster sowie den Amateuren Lukas Lipold, Markus Maukner, Gerold Folk, Christopher Fisher und Luca Denk.

Wird es einem Hobbygolfer gelingen, bei „Beat the Pro by Lignum Tee“ die Pros zu schlagen? Dieser Showbewerb wird garantiert für Aufsehen sorgen: An zwei Tagen (Donnerstag und Samstag) wird diese Challenge während der normalen Turnierrunden durchgeführt. Jeweils 20 Amateurgolfer dürfen sich dabei am 18. Loch mit den Golfstars messen. Pro Flight schlägt ein Teilnehmer vom selben Tee wie die Professionals ab, wenn sein Ball näher an der Fahne liegt als die Bälle der Pros, hat er gewonnen und wird dafür mit einem Preis belohnt. Die Auswahl der Starter wird vom ÖGV, dem Diamond Country Club, Lignum Tee und der Golf Open Event GmbH getroffen. Infos zur Anmeldung gibt es unter www.lyonessopen.com.

Versäumt man etwas, wenn man sich die Lyoness Open powered by Organic+ entgehen lässt?
Diese Frage ist am einfachsten zu beantworten: definitiv JA! Weltklasse-Golf von internationalen Topspielern, dazu das unvergleichliche Flair des Diamond Country Club in Atzenbrugg – Österreichs größtes Golfturnier steht wieder einmal für ein Topevent in der heimischen Sportwelt. Da muss man einfach dabei sein!

 

Programm Lyoness Open powered by Organic+

Montag, 5. und Dienstag, 6. Juni: Offizielle Trainingstage

Mittwoch, 7. Juni: ProAm & Dinner

Donnerstag, 8. Juni: 1. Spieltag und Beat the Pro presented by Lignum Tee
Freitag, 9. Juni: 2. Spieltag, Cut der besten 65 + Geteilten
Samstag, 10. Juni: 3. Spieltag und Beat the Pro presented by Lignum Tee
Sonntag, 11. Juni: Finalrunde & anschließende Siegerehrung

Genaue Startzeiten entnehmen Sie der Homepage www.lyonessopen.com

Tickets
Donnerstag, 8. Juni und Freitag, 9. Juni: Eintritt frei
Samstag, 10. Juni und Sonntag, 11. Juni: jeweils 20 Euro, Kombiticket (Sa & So) um 30 Euro
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben an allen Tagen freien Eintritt!

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