Der Tscheche Filip Mruzek hat die Interwetten Open 2026 im Golfclub Schladming-Dachstein gewonnen und damit seinen bislang größten Erfolg auf der HotelPlanner Tour gefeiert. Nach vier Tagen mit wechselhaften Wetterbedingungen setzte sich der 34-Jährige mit einem Gesamtscore von 18 unter Par knapp vor dem Südafrikaner Louis Albertse durch.
Auch am Finaltag stellte das steirische Wetter die Spieler vor große Herausforderungen. Nieselregen, Sonnenschein und kräftige Regenschauer wechselten sich beinahe im Minutentakt ab. Immerhin stiegen die Temperaturen im Vergleich zum Turnierbeginn von nur sechs Grad auf angenehmere 15 Grad Celsius.
Aus österreichischer Sicht sorgte vor allem der Kärntner Moritz Russling für ein erfreuliches Ergebnis. Der 23-Jährige spielte in seiner Schlussrunde fünf Birdies und drei Bogeys und beendete das Turnier mit neun unter Par auf dem geteilten 24. Rang. „Mein Ziel war es, den Cut zu schaffen. Das ist mir gelungen. Alles, was danach gekommen ist, war Bonus. Mit neun unter Par kann ich sehr zufrieden sein“, bilanzierte Russling nach dem Turnier.


Auch der Oberösterreicher Florian Schweighofer zeigte eine solide Leistung. Der 22-Jährige notierte in der Finalrunde vier Birdies bei zwei Bogeys und schloss die Interwetten Open mit insgesamt zwei unter Par auf dem geteilten 58. Platz ab. „Wenn man als junger Spieler auf der HotelPlanner Tour zweimal den Cut schafft, gibt das viel Selbstvertrauen. Deshalb bin ich mit meiner Leistung sehr zufrieden“, sagte Schweighofer.
Interwetten Open: 2 aus 13 – ernüchternder Bilanz
Von den 13 gestarteten Österreichern schafften nur zwei den Sprung ins Wochenende. Matthias Schwab und Lukas Nemecz verpassten den Cut, wenn auch nur um einen Schlag. Enttäuschend wohl für die beiden Routiniers: Schwab leistete sich zu viele Fehler, Nemecz verpasste den Sprung auf den „Birdietrain“.
Im Kampf um den Titel behielt Filip Mruzek die Nerven. Mit fünf Birdies und nur einem Bogey in der Schlussrunde spielte er sich zum Sieg und durfte sich über ein Preisgeld von 48.000 Euro freuen.
„Dieser Erfolg bedeutet mir unglaublich viel. Ich habe acht Jahre lang hart dafür gearbeitet, auf dieser Tour ganz oben zu stehen. Ich habe meinen Schwung verändert, intensiv an meiner Fitness gearbeitet und nun wurde ich dafür belohnt“, erklärte der überglückliche Sieger.
Mit nur einem Schlag Rückstand belegte Louis Albertse Rang zwei. Den dritten Platz teilten sich die beiden Engländer Bradley Bawden und Ryan Brooks mit jeweils 16 unter Par.
Auch organisatorisch fiel das Fazit positiv aus. Franz Wittmann jun., Geschäftsführer des GC Schladming-Dachstein, zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf des Turniers: „Trotz der schwierigen Wetterbedingungen konnten wir den Spielern ausgezeichnete Bedingungen bieten. Mein besonderer Dank gilt unserem Team, den Volunteers, den Sponsoren und vor allem den Greenkeepern, die von Spielern und Tour-Verantwortlichen gleichermaßen gelobt wurden.“
Für Franz Wittmann sen., Betreiber der Anlage und ehemaliger Präsident des Österreichischen Golf-Verbandes, bestätigte das Turnier erneut die Bedeutung internationaler Veranstaltungen für den heimischen Nachwuchs: „Turniere dieser Größenordnung zeigen jungen österreichischen Spielern, wo sie international stehen. Moritz Russling und Florian Schweighofer haben mit ihren Leistungen bewiesen, dass sie das Potenzial für eine erfolgreiche internationale Karriere besitzen.“

