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Ely Callaway – der Mann hinter Marke

Callaway prägt das Golf und sein Business seit 1982. AusnahmespielerInnen, Top-Ingenieure und vor allem die unbändige Lust auf ständige Innovation machen das Unternehmen zu etwas ganz Besonderem. Der Mann hinter der Company, ELY CALLAWAY, war ein Visionär sondergleichen.

Simply-Events - Mai 2018 von Regina Dvorak
Ely Callaway – der Mann hinter Marke

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Und weil die Geschichte des Hauses untrennbar mit dem Namen seines Erfinders Ely Callaway verbunden ist, wollen wir hier mal ihn selbst und seine Geschichte vorstellen.

ELY CALLAWAY, der 2001 im Alter von 82 Jahren in Kalifornien verstarb, führte den weltweit führenden Hersteller für Golfausrüstung, Callaway, jahrzehntelang selbst. Die vielen innovativen Entwicklungen der Firma revolutionierten den Sport nicht nur für Hobbyspieler, sondern boten auch vielen Pros immer neue Möglichkeiten, die nicht immer unumstritten waren. Callaway war bereits vor der Gründung des Golfunternehmens erfolgreicher Geschäftsmann und hatte bereits zwei ansehnliche Karrieren hinter sich, als er ins Golfbusiness einstieg.

Die frühen Jahre

Ely Reeves Callaway wurde am 3. Juni 1919 in LaGrange, Georgia geboren. Sein Vater arbeitete für das Familienunternehmen, das acht Textilfabriken in der Stadt besaß. Der geschäftliche Erfolg von Ely Jr. begann bereits in jungen Jahren. Mit zehn Jahren kaufte er mit dem Geld, dass er durch die Auslieferung von Zeitschriften verdient hatte, einen Hektar Land, auf dem er Pfirsichbäume pflanzte. Bereits seine erste Ernte sollte ihm 700 Dollar einbringen. In seinen frühen Teenagerjahren begann Ely Golf zu spielen, besonders inspiriert von den Leistungen des Cousins ​​seiner Mutter, Bobby Jones. Callaway selbst wurde auch rasch ein guter Golfer und gewann von 1936 bis 1939 die Meisterschaften in seinem Heimatclub.

Nachdem er 1936 die Schule verlassen hatte, ging er an die Emory University in Georgia, wo er Geschichte studierte. Seine Familie wollte zwar, dass er Ingenieurwissenschaften studieren sollte um in den Familienbetrieb einzusteigen, aber Ely hatte andere Pläne.

Die Armeekarriere

Als der Krieg unmittelbar bevorstand, trat er 1940 als Reserveoffizier in die US-Armee ein. Aufgrund seines Familienhintergrundes wurde er aber rasch nach Philadelphia versetzt, wo sich die Hauptbeschaffungsstelle für Armeebekleidung befand. 1945 war Callaway bereits der jüngste Major im Quartermaster Corps, verantwortlich dafür, 700 Millionen Dollar pro Jahr für Lieferungen auszugeben und bei der Verwaltung einer 25.000 Mann starken Abteilung zu helfen. „Mein Name war auf jedem Vertrag“, erinnerte er sich. „Ich habe das Geschäft sehr schnell gelernt.“

Die Textilkarriere

Die Kontakte, die er zu dieser Zeit geknüpft hatte, brachten ihm nach der Demobilisierung viele Angebote von Bekleidungsherstellern ein und 1946 begann er bei Deering Milliken zu arbeiten. 1949 ging er nach New York, um die Woll- und Kammgarnfabrik des Unternehmens zu übernehmen, bevor er 1954 zu Textron wechselte. Diese Firma wurde bald von Burlington gekauft, damals dem größten Textilhersteller der Welt. Callaway war bei Burlington die treibende Kraft hinter der Verwendung einer neuen Polyestermischung in Anzügen, die das Produkt günstiger, langlebiger und pflegeleichter machte. Von 1968 bis 1973 war er Präsident des Unternehmens und bewies auch dort Innovationsgeist. Er setzte anhaltend auf neue Materialien, aber war auch einer der ersten, die einen hochdotierten Managementjob mit einer Frau besetzten. 1973 schied er aus dem Unternehmen aus und bewies ein weiteres Mal ein untrügliches Gespür für Geschäfte.

Die Winzerkarriere

Er erstand in Kalifornien einige Hektar Land, die er mit Wein bepflanzte. Die vielen Warnungen, das Land eigne sich nicht zum Weinbau ignorierte er hartnäckig und der Erfolg seiner 1974 gegründeten Callaway Winery und Vineyards sollte ihm recht geben. 1975 wurden die ersten Weine verkauft und sein Callaway Riesling wurde sogar Queen Elizabeth II in New York serviert. 1981 verkaufte er sein Weingut und stieg mit 9 Millionen Dollar Gewinn aus. Zu dieser Zeit verbrachte er wieder viel Zeit mit dem Golfspiel und entdeckte in Palm Springs Hickory Stick Schläger, die seine Aufmerksamkeit erregten. Die Schläger hatten Holzschäfte für ihr Vintage-Image, in deren Mitte befand sich aber ein Kern aus Stahl um für mehr Festigkeit und Härte zu sorgen. Es war wohl dieser traditionelle Anspruch, der Ely Callaway anzog und ihn an die Schläger seiner Kindheit erinnerte. Im Laufe der weiteren Entwicklung der Company sollte sich das Image aber rapide ändern. Callaway wurde berühmt dafür, die Form der Golfschläger radikaler zu ändern als jede andere Firma.

Der Beginn von Callaway Golf

Hickory Stick suchte Investoren, und Ely Callaway suchte neue Betätigungsfelder. So stieg er mit 50% Firmenanteilen 1982 in die Firma ein, die bald Callaway Hickory Stick USA hieß. 1984 übernahm der Geschäftsmann die gesamten Anteile und das Unternehmen wurde zu Callaway Golf. Zu Beginn arbeiteten drei Angestellte für Callaway, das Geschäftsmodell entwickelte sich aber rasch. Bereits in den frühen 1990er Jahren wurde das Unternehmen auf eine Milliarde Dollar geschätzt und hatte einen Jahresumsatz von 400 Millionen Dollar. Eine Summe, die höher war als der Gesamtumsatz seiner drei Hauptkonkurrenten.

Der Löwenanteil dieses Erfolges ist dem Innovationsgeist des Inhabers und seinem guten Händchen für Mitarbeiter geschuldet. So entwickelte der Designer Richard Helmstetter für Callaway zunächst einen Schläger, in dem Schwungmasse vom Schaft in den Schlägerkopf verlagert wurde, ohne das Gewicht zu erhöhen. Dies um höhere Schlägerkopfgeschwindigkeiten und mehr Schlagweite zu generieren. Als dann in den späten 1980er Jahren die ersten Metalldriver auf den Markt kamen und die Persimmonshölzer sukzessive verdrängten, entwarf Callaway einen Driver aus rostfreiem Stahl mit einem viel größeren Kopf und einem größeren Sweet Spot. „Big Bertha“, benannt nach einer Belagerungswaffe im ersten Weltkrieg, kam 1991 auf den Markt und revolutionierte den Driverbau nachhaltig. Durch die einfache Handhabung und die hohe Fehlerverzeihung durchdrang der Schläger rasch den Hobbygolfmarkt. „Wir wollten den Driver revolutionieren, weil es der am schwierigsten zu spielende Schläger war “, meinte Ely Callaway.

Das Diskussionspotential

Die Absicht der Company war es, durch den Einsatz von Technologie das Spiel einfacher, erfreulicher und weniger frustrierend für Hobbygolfer zu machen. Was für den Freizeitgolfmarkt ein großer Erfolg war, wurde im Sportbereich allerdings eingangs nicht durchwegs gewürdigt. Fortschritte, die mehr auf Wissenschaft, denn auf Geschicklichkeit zurückzuführen waren, wurden als Verletzung des Ethos aufgefasst. Der Einsatz des neuen Equipments dauerte im Pro-Lager wesentlich länger als im Hobbybereich und wurde viel diskutiert. So gab es auch rund um die Zulassung des ERC II Drivers mit seinem Titan-Kopf Schwierigkeiten. Während die R&A den Schläger für alle Länder außer Amerika und Mexiko genehmigte, war die USGA der Meinung, dass der Driver nicht regelkonform wäre und verbannte ihn von den Plätzen die unter ihre Zuständigkeit fielen.

Heute

Mittlerweile sind alle diese Diskussionen kein Thema mehr. Hunderte Playing Pros stehen bei Callaway unter Vertrag, immer noch stehen innovative technologische Entwicklungen an der Tagesordnung, zur Callaway-Gruppe gehört der Putter-Hersteller Odyssey und die Traditionsfirma Ben Hogan und die Marke repräsentiert den Golfmarkt wie keine andere.

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kingsofdistance.at

 

 

 

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