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Reich und schön: Luxus auf dem Golfplatz

Luxus auf dem Golfplatz kann ein sündteures Bag oder eine exklusive Uhr sein. Doch oft reicht schon ein schönes Accessoire, um dem Look einen luxuriösen Touch zu verleihen.

Es muss ja nicht gleich die Louis Vuitton-Golfbag um schlappe 20.000 Euro sein. Oder die auf den Namen Happy Sport Golf Edition getaufte Uhr von Chopard, die in der diamantenbesetzten Version ähnlich viel kostet. Wer sich ein bisschen Luxus auf dem Golfplatz gönnen möchte, kann das auch mit einem exklusiven Kleidungsstück oder Accessoire tun. Diese sind ab ein paar hundert Euro zu haben. Damit unterstützt man möglicherweise das Image von „reich und schön“, das dem Golfsport – zu Unrecht – teilweise immer noch anhaftet. Aber: Ein schönes Teil einer Luxusmarke macht einfach Spaß. Und man kann es als feine Ergänzung einer coolen Basis-Golfgarderobe betrachten.

„Sich gut zu kleiden ist ein Ausdruck guter Manieren.“

TOM FORD, US-MODEDESIGNER

Woher kommt das Image „Reich und Schön“?

Was hat es aber eigentlich mit dem hartnäckigen Image „reich und schön“ auf sich? Tatsächlich war Golf bis vor 30 bis 40 Jahren ein recht exklusiver Sport. Nur ein paar Betuchte trafen sich in den damals noch wenigen Golfclubs und wollten unter sich bleiben. Zumindest in Österreich und Deutschland. Dieser Ruf ist unter Nicht-Golfer:innen immer noch stark verbreitet. Der Deutsche Golfverband DGV führte darüber vor ein paar Jahren eine viel beachtete Studie durch. Demnach hatten 50% der Menschen, die nicht golfen, eine negative Meinung über den Golfsport. Sie nannten dazu Begründungen wie „zu teuer und nur für Reiche“.

Visor von Hermes

Golfen ist ein leistbares Hobby

Dass dem längst nicht mehr so ist, wissen alle, die regelmäßig golfen. Die Zahl der Golfer:innen und der Golfplätze hat sich in den letzten Jahrzehnten vervielfacht. Golfen ist ein durchaus leistbares Hobby geworden. Zum Vergleich: Ein durchschnittlicher Schiurlaub kostet inklusive Ausrüstung, Schiunterricht, Liftkarte, Hotel und Apres-Ski mindestens so viel wie ein mittelpreisiger Golfurlaub. Niemand käme aber auf die Idee, den Wintersport Nummer Eins als eine Aktivität für „Reiche und Schöne“ zu klassifizieren.  

Ein bisschen Luxus darf sein

Doch zurück zu den Styles der angeblich „Reichen und Schönen“. Ein Standard-Golfoutfit – Poloshirt, Pulli, Hose und Schuhe – kostet von Kopf bis Fuß im Durchschnitt 400 bis 500 Euro. Ein fesches Accessoire für ein wenig Luxus auf dem Golfplatz gibt dem gesamten Look einen exklusiven Touch. Weibliche Fans der französischen Edelmarke Hermès, die sich nicht unbedingt um die ab 8000 Euro teure und nur auf lange Vorbestellung erhältliche Luxustasche „Birkin Bag“ raufen möchten, können ihre Golfgarderobe mit einem Hermes-Visor  zu 290 Euro pimpen. Das extravagante Stück ist aus feinem Frottierstoff gefertigt und in Sandbeige oder einem hellen Orange zu haben. Passend dazu gibt es einen zarten, gemusterten Seidenschal in mehreren Farben zu 180 Euro. Ihn kann man zum Beispiel um den Hals tragen, um das empfindliche Dekolletee vor der Sonne zu schützen, oder man bindet ihn als Eyecatcher an der Gürtelschlaufe der Hose zu einer Schleife.

Süßes Accessoire einmal anders: Seiden-Minischal von Hermes

Feine Shirts von Gucci & Co

Eine lohnende Golffashion-Investition ist ein Poloshirt eines Luxuslabels. Ob Frau oder Mann: An ihm hat man sicher lange Freude und außerdem ist solch ein Teil auch außerhalb des Golfplatzes ein Hingucker. In der Gucci-Herrenkollektion findet man beispielsweise mehrere Modelle aus Baumwoll-Pique. Sie haben entweder den typischen Logo-Print der italienischen Luxusmarke oder sind unifarben und kosten ab 520 Euro.

Feines Herren-Poloshirt von Prada

Auch bei der Italo-Kultmarke Prada kann man solch ein Stück fürs Leben finden. Der berühmte Schriftzug ziert unterschiedliche Poloshirts, mit dem Männer auf dem Golfplatz Gespür für dezenten Luxus erkennen lassen. Je nach Material, vom sportlichen Baumwoll-Pique bis zum edlen Kaschmir, variieren die Preise zwischen 490 und 1.700 Euro. In die Riege der luxuriösen Labels würde ich auch Bogner einreihen, wenngleich die Preise des deutschen Labels vergleichsweise moderat sind. Die ersten Teile der Herbst-Winter-Kollektion 2023 in sehr schönen rot-braun-schwarzen Kombis sind bereits auf der Website  zu sehen.

Idil Tarzi: feminin und luxuriös

Damen, die Golffashion mit einem sehr femininen Touch suchen, sollten die Designerin Idil Tarzi in ihr modisches Repertoire aufnehmen. Tarzis familiäre Wurzeln gehen auf das afghanische Königshaus zurück. Sie hat zwei golfende Töchter und deshalb das Label Tarzi Sport gegründet. Ihre Entwürfe sind elegant und schlicht mit feinen Details. Unter luxuriös würde ich – schon aufgrund des Preises – das Golf Dress „Madeleine“ einordnen. Es kostet schlanke 700 Euro, hat aber dafür einen besonderen Style mit Paspelierungen entlang der Nähte und einen schwingenden Rock mit Kellerfalten.

Sehr feminines Kleid von Tarzi Sport

„Wenn ich an Mode denke, denke ich, dass Frauen nie den Appetit auf Mode verlieren werden.“

Tory Burch, US-Modedesignerin
Zeitloser Kaschmir-Pullover von Tory Burch

Zeitlose Teile von Tory Burch

Deutlich bekannter als Tarzi ist die US-Designerin Tory Burch, deren toller Fashion ich das Titelbild gewidmet habe. Die graduierte Kunsthistorikerin arbeitete für mehrere Top-Labels, bevor sie 2004 ihr eigenes Unternehmen gründete. Ihr prägnantes, kreuzförmiges Logo ist auf Handtaschen, Schuhen und Damenmode ein Gütesiegel für eine klassische, zeitlose Linie. Und jetzt auch auf Golffashion-Teilen. In der kleinen, aber feinen Kollektion findet sich zum Beispiel ein feiner Kaschmir-Pulli  in Retro-Design zu 455 Euro, den man auf der Fashion-Site Mytheresa.com ordern kann. Pique-Poloshirts in pastelligen Farben (195 Euro), Kleider in dezenten Farben zu 320 Euro oder Skorts mit gekonnten Rüschendetails sorgen auf dem Golfplatz garantiert für einen Wow-Effekt.  

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