Mittwoch, Februar 1, 2023
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Lindas Laufsteg: So nachhaltig geht Golfmode

Golfmode soll funktionell sein, aber auch flott aussehen und im Idealfall ist Golfmode auch nachhaltig. Funktionalität und Design sind bei der Auswahl des Outfits legitim, aber wie stark spielt auch die Nachhaltigkeit eine Rolle? Fakt ist, dass die Textilindustrie zu den großen Umweltverschmutzern gehört. Für jedes Polo, jede Hose fallen schon bei der Produktion Unmengen an Ressourcen an und auch der Gebrauch setzt der Erde ganz schön zu. 

5 Fakten, die man rund um das Thema „Nachhaltige Golfmode“ kennen sollte:

  • Erstens der Wasserverbrauch: Für die Herstellung eines einzigen Baumwoll-T-Shirts werden geschätzt unglaubliche 2.700 Liter Süßwasser benötigt. Das entspricht der Menge, die eine Person in 2,5 Jahren trinkt.
  • Zweitens werden durch die Färbung und Veredelung von Textilien rund 20 Prozent der weltweiten Wasserverschmutzung verursacht.
  • Drittens verursacht die Modebranche rund 10 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen, mehr als die internationale Luftfahrt und Seeschifffahrt zusammen.
  • Viertens gelangen durch das Waschen von synthetischen Textilien jährlich schätzungsweise 0,5 Tonnen Mikrofasern in den Ozean und in unsere Nahrungskette. Das sind rund 35 Prozent aller in der Umwelt freigesetzten primären Mikrokunststoffe
  • Fünftens ist der Verbrauch an Textilien massiv gestiegen. Innerhalb von nur 25 Jahren ist die Menge an Kleidung, die in der EU pro Person gekauft wird, infolge stark gefallener Preise um 40 Prozent gestiegen, was die Lebensdauer der Kleidungsstücke verkürzt hat. Jeder Europäer und jede Europäerin kauft pro Jahr im Schnitt 26 kg Kleidung. Wenn sie nicht mehr gebraucht wird, wird sie kaum weiterverschenkt oder gespendet, sondern einfach weggeworfen und verbrannt. Weltweit wird weniger als ein Prozent der Kleidung recycelt und zur Herstellung neuer Kleidungsstücke verwendet.

Trend „Slow Fashion“

Die Europäische Kommission hat im März 2022 eine neue Strategie vorgestellt, um Textilien haltbarer, reparierbarer, wiederverwendbar und recycelbar zu machen. Auch einige Hersteller von Golfmode haben den Trend zur „slow fashion“ längst erkannt. Oft sind es die kleinen, feinen, die Verantwortlichkeit bei der Herstellung mit trendigem Design zusammenbringen.

Aufgefallen ist mir bei meiner Suche nach nachhaltiger, schicker Golfmode das deutsche Label „Golfmarie“. Birgit Fuchs, die Golfmarie ® 2019 in Bad Wallsee gründete, nennt sich „CEO und Chefdesignerin“ und sagt, sie könne „Fast-Fashion, Ultrafast-Fashion oder den neuesten Wahnsinn Realtime-Fashion“ mit ihrem Wertesystem und ihrer Verantwortung als Unternehmerin nicht vereinbaren. Was dabei herauskam?

Lindas Laufsteg: So nachhaltig geht Golfmode

Nachhaltig schließt cool nicht aus

Eine ultracooleund farbenfrohe  Kollektion, die nachhaltig und umweltfreundlich unter dem Einsatz neuester Technologien produziert wird.

Lange Transportwege werden bei golfmarie® vermieden, ebenso wird Müll reduziert, so gut es geht. Wer golfmarie® trägt, soll ein ruhiges Gewissen haben. Und keine Abstriche machen müssen, wenn es um Coolness geht. „Colour up your game“ lautet das Motto, das sich konsequent durch die Kollektion zieht. Schon der Anblick der frischen grafischen Designs in leuchtenden Rot-, Blau-, Gelb- oder Grüntöne macht gute Laune und den berühmten „haben-wollen“-Effekt – zumindest bei jenen, die wie ich fröhliche Farben mögen. Sehr sympathisch, dass die Looks nicht nur von superdünnen Models präsentiert werden, sondern auch von Frauen, die ein paar (wenige) Kilos mehr auf den Hüften sitzen haben.

Die Preise sind vergleichbar mit den großen, bekannten Marken. So kosten etwa eine lange Hose oder ein Kleid 169 Euro, ein Rock ist für 149 Euro zu haben, ein Polo zu 129 Euro und die schmal geschnittenen, superschicken Hoodies kosten je 159 Euro. Die kuscheligen neuen Jacken in mehreren Farben zu je 229 Euro haben einen überkreuzten, gefütterten Kragen, der bei Wind und Wetter warmhält. Der nachhaltige Gedanke schlägt sich auch in den unzähligen Kombinationsmöglichkeiten aller Teile nieder. Wer also ein Stück in der Vergangenheit gekauft hat, findet unter Garantie ein passendes aus der aktuellen Kollektion.

Lindas Laufsteg: So nachhaltig geht Golfmode
Golfmarie – ein deutsches Modelabel für Golferinnen

Was übrigens zunächst mit Golfmode für Frauen begann, hat vor kurzem ein männliches Pendant bekommen. Unter dem Label Golfmario® können sich seit kurzem auch die Herren der Schöpfung in bunte Polos made in Bad Wallsee hüllen. Ebenso bunt und ebenso nachhaltig.

Lindas Laufsteg: So nachhaltig geht Golfmode

Ausschließlich für Herren, aber ebenso frisch, verspielt und teils mit auffälligen, floralen Mustern, produziert die US-Herrenbekleidungsmarke CON.STRUCT ihre Golfmode ebenfalls nach nachhaltigen Kriterien. Die neue Kollektion wurde im Jänner 2023 bei der PGA-Show in Orlando vorgestellt. Insbesondere bei den Polos ist einiges gelungen: Nach Herstellerangaben werden die Materialen, die für die Shirts verwendet werden, zu 86 bis 90 Prozent recycelt. Wobei viel Wert auf leistungsstarke Stretchstoffe und auf ein zeitloses Design gelegt wird. Hier gilt: Je länger die CON.STRUCT-Polos, -Hosen, -Westen ihre Dienste tun, desto besser für die Umwelt.

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