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Unforgettable

Die unglaublichsten Momente des Ryder Cup – einfach nochmals für die Gänsehaut zwischendurch zum Sehen und Lesen zusammengefasst: Minuten, die uns Europäern das Grinsen heute besonders leicht machen und die Pressestimmen aus aller Welt mit den feinsten Spielerzitaten dazu.

Sport - Oktober 2018 von Regina Dvorak
Unforgettable
PARIS, FRANCE – SEPTEMBER 30: Justin Rose of Europe sprays champagne as they celebrate after winning The Ryder Cup following the singles matches of the 2018 Ryder Cup at Le Golf National on September 30, 2018 in Paris, France. (Photo by Ross Kinnaird/Getty Images)

Drama, Spannung, unglaubliches Golf, Sportlichkeit und Kameradschaft.

Millionen Zuseher verfolgten die letzten drei Tage den Ryder Cup in Paris und bekamen all das auf höchstem Niveau geboten. Der wunderbare Spirit dieses Mega-Sportevents war zu jeder Zeit unmittelbar spürbar und auch während des Genusses der Nachberichterstattungen kann einem schon mal nochmals die Gänsehaut aufsteigen.

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Photo by Richard Heathcote/Getty Images

Obwohl das US-Team sicherlich zu den stärksten Teams seit Jahrzehnten gehörte, dominierten die Europäer nach einem etwas schwachen Start am Freitag die Amerikaner nahezu nach Belieben. Ob es an den eventuell eigenwilligen US-Paarungen gelegen hatte, dem unbeugsam starken Teamwillen der Europäer oder der außergewöhnlichen Glanzleistung von Francesco Molinari (erster Europäer, der je alle gespielten (5) Matches gewann) lässt sich wohl nicht mehr genau ausmachen. Fest steht, dass sich alle Golfmedien weltweit einig sind, dass der europäische Sieg mehr als verdient war.

O-Ton Golfdigest:

„Das Event hatte seine Chancen für das US-Team. Sowohl am Freitag als auch am Sonntag morgen begann das amerikanische Team gut. Aber jedes mal hatte Europa eine äußerst nachdrückliche Antwort, die garantierte, dass die Entscheidung nicht knapp ausfallen würde.“

US-Captain Jim Furyk dazu:

“Am Ende des Tages ziehe ich den Hut vor den Europäern. Mein Team hat hart gekämpft, ich bin stolz auf sie und würde diese 12 Spieler jederzeit wieder beim Turnier antreten lassen. Aber das europäische Team spielte großartig. Jedes Mal wenn wir versucht haben etwas Druck aufzubauen, reagierten sie umgehend.“

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Photo by Richard Heathcote/Getty Images

O-Ton CBS:

“Die Europäer spielten wie man es von Team ihres Kalibers erwarten konnte. Sie sind ein kompaktes Team guter Spieler. Die US Spieler sind in jeglicher Statistik besser, sie repräsentieren sechs der letzten sieben Major Gewinner. Europa hat nicht mal gesamt sechs Major Gewinner in ihrem Team. Europa ist was wir erwartet haben, aber die USA konnten in der Situation nicht reüssieren. Sie haben sich nur hingelegt und die Niederlage hingenommen.“

Rory McIlroy dazu:

„Wir hatten diese WhatsApp Gruppe seit einiger Zeit, die war ein einziges großes „Love-In“. Das war auch Teil davon, wir kommen alle großartig miteinander aus. Da ist etwas Besonderes unter dieser Gruppe, eine Kontinuität, die die andere Seite vielleicht nicht hat. Die Rookies in unserem Team kannten wir seit Langem. Die großartige Kameradschaft, die wir auf der europäischen Tour aufgebaut haben. Es war so eine gute Woche.“

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Photo by Richard Heathcote/Getty Images

O-Ton Spiegel Online:

„13 geschlagene Männer, den müdesten Eindruck machte Woods… (ihm) schienen jeden Moment die Augen zuzufallen, als er bei der abschließenden Pressekonferenz neben seinen elf Mitstreitern und Kapitän Jim Furyk saß.“

Tiger Woods dazu:

„Wir haben den Cup offensichtlich nicht gewonnen. Wir konnten nicht durchführen, was wir geplant und gewollt haben. (…) Für mich persönlich ist mein 0:4 Ergebnis natürlich überaus enttäuschend. Diese vier Punkte gingen nicht auf unser Konto, sondern auf das der Europäer. Einen Ryder Cup so beenden zu müssen, das fühlt sich schrecklich an, weil ich meine Teamkameraden nicht unterstützen konnte.“

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Photo by Aurelien Meunier/Getty Images

O-Ton USA Today:

„Während drei sonniger Tage im Le Golf National und vor mehr als 50.000 Zusehern vor Ort war Europa einfach magnifique, während die Amerikaner apathisch wirkten und ihren Gedanken , warum für sie alles auseinanderfällt, wenn der Ryder Cup in Übersee stattfindet, überlassen waren.

Kapitän Thomas Björn dazu:

„Ich hatte es ganz leicht, sie waren alle total konzentriert und kollegial, ich musste eigentlich nichts machen. Das Schwierigste war zu entscheiden, wen ich am Freitag und Samstag nicht einsetze, weil alle so gut drauf waren. Ich sollte sie am besten einpacken (im Hinblick auf den nächsten Ryder Cup, Anmerkung).“

O-Ton Sports Illustrated:

„Man könnte einfach sagen das bessere Team hat gewonnen. Ich weiß, das fühlt sich nicht sehr amerikanisch an. Es ist einfacher, den Coach zu beschuldigen, den Schiedsrichter anzuschreien oder einen Anwalt zu nehmen, der eine einstweilige Verfügung anstrengt. Aber Europa war besser. Das ist die ganze Geschichte und vielleicht sollten wir anerkennen, dass die Gewinner unglaubliches Golf gespielt haben.“

Sergio Garcia & Francesco Molinari während der Abschlusspressekonferenz über das 17. & 18. Loch:

SG: „Warum fragen Sie Francesco nicht wie sich die 17 und 18 spielen?”
FM: „Welche Löcher?“
SG: „Du weißt, der Golfkurs hat 18 Loch.“
FM: „Wirklich? Ich glaube ich habe die am Dienstag gespielt.”
SG: „Gottseidank haben wir an diesem Tag 18 gespielt.”
FM: „Sorry, was war die Frage?“

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Photo by Aurelien Meunier/Getty Images

O-Ton Aussie Golfer:

“Es war absolut passend, dass Europa den Ryder Cup genau in dem Moment zurückgewann, als Francesco Molinari Phil Mickelson (bereits am 16.Loch mit einem Schlag ins Wasser, Anmerkung) am Sonntag besiegte.“

Francesco Molinari dazu:

„Es ist sonnenklar, dass Phil ein Klassespieler ist und heute hart gekämpft hat, er hatte nicht sein stärkstes Spiel diese Woche. Du wünscht Dir den Ryder Cup mit einem gelochten Putt zum Birdie oder so ähnlich zu beschließen. Aber es passiert uns allen und ich bin sicher, dass es keine Auswirkungen auf alle anderen Dinge haben wird, die Phil während seiner Karriere geschafft hat. Er ist ein fantastischer Spieler und dieser eine Schlag wird daran nichts ändern.“

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Photo by Richard Heathcote/Getty Images

O-Ton Golf Digest – Golfworld:

Die Geschichte daran ist, dass in beidem, Sieg und Niederlage, das europäische Team immer in Topform ist, während die Amerikaner auf beiden Seiten des emotionalen Spektrums stehen: Himmelhochjauchzend im Sieg und deprimiert in der Niederlage. Diese Theorie wurde während der Nachwehen am Sonntag untermauert, als die Amerikaner verständlicherweise extrem gedämpft waren und bei den  Europäern die Post abging – genau so wie es letztes Mal in Hazeltine war, obwohl sie verloren hatten.

Francesco Molinari dazu:

„Das bedeutet mehr als alle Majors, mehr als alles. Der Spirit im Team war der beste, an dem ich je teilhaben durfte. Es war eine unglaubliche Woche.“

Der Ryder Cup Channel auf Youtube

 

 

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