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U.S. Open: Surbryse durch DeChambeau

Mit einem Respektabstand holt sich Bryson DeChambeau bei den U.S. Open sein erstes Major – und verblüffte Kollegen & Experten.

Sport - September 2020 von Klaus Nadizar
U.S. Open: Surbryse durch DeChambeau
Bryson Dechambeau holt sich die US Open, FOTO: golfsupport.nl

Schon Vorfeld haben die Experten die Augenbraun gehoben, als DeChambeau seine Taktik für die U.S. Open in Winged zum Besten gab: „Volle Kanne vom Tee.“ Das Rough dürfte DeChambeau nicht sonderlich irritiert haben. Tatsächlich trifft Bryson gerade mal 23 Fairways. Allerdings hat er im Gegensatz zu seinen Kollegen nur mehr ein kurzes Eisen aus dem giftigen Rough ins Grün – so widerfährt im Finaltag gerade mal ein Bogey. Die US-Kommentatoren überschlugen sich vor Lob und bezeichneten DeChambeaus Schlussrunde als eine der besten in der Geschichte der Majors.

DeChambeau bleibt der einzige Spieler im Feld, der keine einzige Runde über Par spielt. Rory McIlroy, der 12 Schläge hinter DeChambeau auf Platz 8 landete, meinte danach etwas frustriert: „Die Taktik von Bryson hatte ich nicht am Radar. Dass man Winged Foot auch so bezwingen kann, kam wirklich überraschend.“

U.S. Open: Surbryse durch DeChambeau

Einer der ersten Gratulanten war ein natürlich glücklicher COBRAPuma-GM! „Es ist es uns eine Ehre, mit Bryson seinen ersten Major Titel zu feiern! Er ist ein großartiger Botschafter für COBRA PUMA GOLF, denn ist jemand, der bereit ist, Dinge anders zu machen und seinen eigenen Weg zu gehen. Es ist in vieler Hinsicht einzigartig und ein sehr talentierter Spieler, der den Major Sieg mehr als verdient hat“, sagt Da Ladd, „Es ist auch das erste Major, das mit ONE Length Eisen gewonnen wurde und damit eine unglaubliche Bestätigung des Konzepts. Wir gratulieren Bryson zu seinem ersten Major-Sieg und freuen uns auf viele weitere Titel.“

Platz 2 ging überraschend an den erst 21-jährigen Matt Wolf, der als Führender in Schlusstag ging, aber dem Druck verständlicherweise nicht standhalten konnte: Seit 106 Jahren hat kein Rookie die U.S. Open gewonnen – das sagt wohl alles!

Österreichs Nummer 1 Bernd Wiesberger ahnte schon, was auf ihn am Wochenende noch zukommen würde, als er seine zweite Runde bei den U.S. Open kommentierte. „Das war ein schwieriger Tag am Winged Foot Golf Club. Die Fahnenpositionen waren schwieriger als noch gestern und noch dazu machte es der Wind nicht einfach, die Fairways zu treffen. Bin sehr zufrieden mit meinem Score, obwohl mein Putter auf Hochtouren laufen musste, um in mein drittes US Open Wochenende en suite zu kommen.“

U.S. Open: Surbryse durch DeChambeau
Bernd Wiesberger schafft auch bei seinen dritten U.S. Open den Cut, FOTO: golfsupport.nl

Dort läuft es dann nicht mehr ganz nach Plan, mit 15 über Par wird man aber immer noch geteilter 43ster. Wiesberger scherzte danach auf Twitter: „Nach den Wochen in Valderrama (Anm: Wiesberger spielte gesamt 11 über Par) und Winged Foot werde ich wohl vom Verband re-amateurisiert. Ich spiele dann wohl von Handicap 5, ungefähr.“

Der Kommentar seines Performance-Coach Stuart Morgen bringt die US Open auf den Punkt: „It’s been one hell of an experience. I have never seen a course set up like this.It tests every skill possible, if you haven’t experienced it, it ist impossible to prepare for it. Adaptability wins!“

U.S. Open: Surbryse durch DeChambeau
Für Matthias Schwab hat es nicht für den Cut gereicht – er bleibt aber in den USA, Foto: golfsupport.nl

Für Martin Kaymer und Matthias Schwab waren U.S. Open schon am Freitag zu Ende. Kaymer verfehlte den Cut nur um einen Schlag, Schwab war mit 14 über Par weit weg vom Wochenende und meinte danach: „Ich mußte leider zur Kenntnis nehmen, dass derzeit mein Golf auf einem derart schwierigen Kurs und bei der Anwesenheit der kompletten Weltelite nicht gut genug ist, um mithalten zu können. Ich trainiere dieses Wochenende noch hier bei den US Open in New York, fliege am Montag nach Punta Cana in der Dominikanischen Republik und spiele dort mit einer Einladung mein nächstes Turnier auf der US PGA Tour.“

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