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It’s all about the money

Was verdienen die Spitzenstars auf und abseits der Tour? Wer sind die Reichsten, wie haben sich die Einkommen entwickelt, womit machen Sie wie viel Geld und was verdienen die Top-Caddies? Ein kleiner Überblick über die Einkommen der Stars. Die 60er  und 70er Jahre werden oft als das „goldene Zeitalter“ bezeichnet. Arnold Palmer, Jack Nicklaus, Gary […]

Sport - März 2017 von Regina Dvorak
It's all about the money
7-5-2016 Champions Tour 2016, Insperity Invitational, The Woodlands CC, The Woodlands, TX, USA. 06-08 May. Jack Nicklaus, Gary Player, and Lee Trevino during a press conference prior to round 2.

Was verdienen die Spitzenstars auf und abseits der Tour? Wer sind die Reichsten, wie haben sich die Einkommen entwickelt, womit machen Sie wie viel Geld und was verdienen die Top-Caddies? Ein kleiner Überblick über die Einkommen der Stars.

Die 60er  und 70er Jahre werden oft als das „goldene Zeitalter“ bezeichnet. Arnold Palmer, Jack Nicklaus, Gary Player, Lee Trevino und andere, die mittlerweile in der Hall Of Fame zu finden sind, dominierten Golf nahezu nach Belieben. Diese fünf Spieler gewannen gemeinsam 48 Major-Titel während ihren Karrieren, zu einer Zeit, als die Geldmaschine noch nicht explodiert war. Alle gemeinsam verdienten sie 24 Millionen Dollar an Preisgeldern (Watson davon alleine 11 Millionen). Ganz andere Zahlen als heute. Jordan Spieth alleine verdiente in seiner Saison 2016 über 23 Millionen. Nur Preisgelder. Wenn man seine Nebeneinkünfte dazu zählt kam er auf über 53 Millionen Dollar.

Zum ersten Mal seit mehr als 13 Jahren führt Tiger Woods 2016 die Money-Liste der Top-50-Verdiener, welche die Einkommen sowohl aus Preisgeldern als auch aus allen weiteren Engagements recherchiert und vergleicht, nicht mehr an. Eine Gruppe von jungen Golfern rund um Jordan Spieth, Rory McIlroy, Rickie Fowler und Jason Day steht dieser Tage an der Spitze der Liste.

Ganz neu eingestiegen (auf Platz 22) und aktuell führend auf der PGA-Money-Liste durch seinen Sieg der World Golf Championships ist zum Beispiel Hideki Matsuyama.

Die Liste inkludiert alle Preisgelder auf der PGA und den fünf internationalen PGA-Touren (Japan, European, Australasian, Southern Africa, Asian), der Champions-Tour, der LPGA, der Ladies European Tour und der japanischen LPGA-Tour. Dazu kommen die Einkommen aus den nicht offiziellen Turnieren, aber auch die Schätzung der Einkommen, die aus Sponsorings, Boni, Firmenbeteiligungen, Vorträgen, Lizenzen (Spiele etc.), Platzarchitektur-Engagements, Büchern, Lehrvideos und weiteren Themen resultieren, sowie solche, die aus dem Status als Spielerin oder Spieler resultieren, wie etwa diverse Produktlinien. Nicht hinzugezählt werden Investmenteinkommen.

Mittelwerte und Entwicklung der Golfeinkommen

Basierend auf dem Mittelwert, nicht dem Durchschnitt der Einkommen, hat moneynation.com einige interessante Details rund um Golfverdienste, basierend auf den PGA-Zahlen 2015, zusammengestellt, die wir hier zitieren wollen.

Demnach liegt der Mittelwert (eine Hälfte der Tourteilnehmer verdient weniger, die andere verdient mehr) 2015 unter den männlichen Golfern bei 703.664 US-Dollar, bei den Damen bei 105.048. Hier den Durchschnittswert anzuwenden wäre die falsche Herangehensweise, da die extrem hohen Einkommen der Topverdiener den Wert unverhältnismäßig verzerren.

2015 war Tiger Woods immer noch der Topverdiener. Zwar flossen nur 5 Millionen Dollar aus dem Golf direkt, aber 48 Millionen Dollar aus Sponsorings und weiteren Verdiensten in seine Kasse. Er war dennoch dicht gefolgt von Jordan Spieth, der in diesem Jahr auch bereits die Nase vorn hat. Mit seinen 22 Jahren verdiente er im letzten Jahr „nur“ 470.000 Dollar weniger als Tiger, also knapp über 53 Millionen Dollar, davon 23 Millionen Dollar Preisgelder und 30 Millionen Dollar aus anderen Quellen. Zum Vergleich: Die Topverdienerin 2015 unter den Frauen, Lydia Ko, verdiente 2,8 Millionen Dollar auf der LPGA und circa 750.000 Dollar zusätzlich. Das ist um das 15-Fache weniger, als die Spitzengruppe der Herren einnimmt.

Einkommensentwicklung PGA-Touren

Wie haben sich die Mittel- und Durchschnittswerte in den letzten Jahren entwickelt? Auch hier ist der aussagekräftigere Wert sicher der Mittelwert, der ein realistischeres Bild als der Durchschnittswert ergibt. Alle Angaben beziehen sich einzig auf PGA-Einkommen ohne weitere Turniere oder Sponsorgelder. Dennoch ist anhand der Tabelle die extrem rasche Zunahme der Preisgelder hervorragend ersichtlich.

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Die Top-20-Herren 2016

Eindrucksvoll, wie verschieden die Einkommenslisten aussehen, wenn man nur die Einnahmen aus den verschiedensten PGA-Golftouren mit den Gesamteinkommen vergleicht. Tiger Woods ist elf Jahre nach seinem letzten Major-Gewinn immer noch in den Top 3, auch Arnold Palmer findet sich unter den Top 20. Finanzieller Erfolg scheint an den Topverdienern auch lange nach dem Ende ihrer aktiven Karriere kleben zu bleiben. Wenn die Zusatzverdienste ausgenommen werden, sieht man auf einen Blick die aktuellen Top-Scorer auf den Golfplätzen der Welt.

Gesamtverdienst Top-20-Herren 

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Die Topdamen 2016

Bei den Damen sieht es schon ganz anders aus. In der Top-50-Wertung nach Einkommen finden sich 2016 gerade einmal drei Frauen.

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Die Topverdiener unter den Caddies

Auch noch einen Blick wert: die Top-10-Einkommen unter den Caddies laut „Forbes“ (für 2015).

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