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American way of golf

Welcome to Miami. Die kunstsinnige Metropole an den Keys hat jede Menge (Golf-) Spaß zu bieten.

Reise - Mai 2017 von Elsa Honecker
American way of golf
Turnberry Isle

Es war ausgerechnet an einem Thanksgiving-Wochenende, als ich das hochdotierte Turnberry Isle Resort – eines der besten Golfresorts in Miami besuchte. Da verwandelt sich das sonst so elitäre 5-Sterne Hotel anscheinend immer in einen brodelnden Hexenkessel aus Wochenend-Urlaubern, Golfern und Gourmets aller Hautfarben und Größen – von XS  bis XXXL. Grund dafür sind neben dem kulinarische Festtags-Angebot in Michael Minas Bourbon Steak House oder im mondänen Beach Club Grill auch das viel gefragt Golfturnier. Denn vor dem 5-Sterne Resort liegt zwischen blühenden Gärten, Springbrunnen und einer Plastik des Bildhauers Antony Gormley malerisch perfekt inszeniert das Inselgrün von Loch 18 des Süd-Courses. Und mehr noch – das gesamte Resort ist umzingelt von 36 Löchern, genannt Soffer und Miller Course, architektonisch konzipiert von keinem geringeren als Robert Trent Jones im Jahr 1972.  An diesem „Golf Connoisseur`s Labor Day Weekend “ wurde drei Tage lang gespielt, gefeiert und gegessen – mit dem Golfturnier, genannt „Turnberry Isle Golf Invitational“ als Höhepunkt. Selbst ich als schon  abgebrühte Turnierspielerin habe so ein gnadenlos perfekt inszeniertes Spektakel noch nicht erlebt: E-Carts mit Namensschild und Bag in einer Reihe, Snacks und Getränke im Doggy-Bag und als I-Tüpfelchen noch einen Österreicher als Fahrer und Turnierpartner ! Nachgefragt stellte sich heraus, daß  außer Werner (Financial Director des Hotels) noch zwei weitere „Ösis“ hier arbeiten. Danach noch Greetings und Ansprachen vom  Rednerpult zur Turniereröffnung bis sich der Konvoi mit viel Musik und Tamtam zum jeweiligen Abschlag bewegte. Das Ende vom Lied: Viel geredet, viel Spaß gehabt, keinen Schritt zu Fuß gegangen aber einen guten Score eingefahren und viele Freunde (auf Zeit) gewonnen.

Wenn ich heute nochmals hierher käme, würde ich einerseits ein anderes Datum wählen und auch direkt in Miami wohnen wollen. Als erstes würde ich das hochdotierte Golfresort des zukünftigen amerikanischen Präsidenten Donald Trump, genannt „Trump National Doral Miami“ mit fünf 18-Loch-Plätzen unter die Lupe nehmen, denn das Flaggschiff, der TPC Blue Monster Course ist Austragungsort einer der vier World-Golf-Championship-Events. Deshalb kostet eine Runde dort auch schlappe 450 Dollar. Sozusagen direkt vor der Hoteltür dann den „Miami Beach Club“, eröffnet im Jahr 1923 spielen. Der ist nicht nur ein Schnäppchen dagegen sondern auch die beste Okkasion für Golf morgens und Sightseeing nachmittags. Oder danach noch schnell nach Key Biscayne fahren für ein subtropisches Golferlebnis auf den 18 Bahnen des „Grandon Golfplatzes“. Last not least wäre auch der traditionsreiche „Biltmore Golf Course“ hier ein Muss. Der  „every bodys darling“ – Course empfiehlt sich nicht nur wegen der 60 strahlend weissen Sandbunker, eher des gleichnamigen Luxus-Hotels wegen mit spektakulärer, weithin sichtbarer Silhouette.

Unser Lied zur Stadt 😉

 

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