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Betfred British Masters: Olesen gewinnt mit einem Finale kurioso

Der Däne Thorbjørn Olesen gewinnt das Betfred British Masters der DP World Tour. Hurly Long (D) wird geteilter Sechster.

News - Mai 2022 von Carolin Stähler
Betfred British Masters: Olesen gewinnt mit einem Finale kurioso
Thorbjorn Olesen. (Photo by Ross Kinnaird/Getty Images)

Nach einer finalen Berg-und-Tal-Fahrt gewinnt der Däne Thorbjørn Olesen das Betfred British Masters auf den letzten Metern mit einem Schlag Vorsprung vor dem Schweden Sebastian Soderberg. Den dritten Platz teilen sich mit einem weiteren Schlag Rückstand Connor Syme, Richie Ramsay und Justin Walters. Hurly Long aus Deutschland, der Führende nach zwei Runden, beendet das Turnier auf einem ordentlichen 6. Rang.

Thorbjørn Olesen ging mit drei Schlägen Vorsprung in die Finalrunde und purzelte bis kurz vor Schluss mit vielen verzogenen Schlägen und fünf Bogeys das Leaderboard wieder hinunter. Währenddessen kam Sebastian Soderberg mit einer 68 und insgesamt -9 Schlägen ins Clubhaus und hatte damit eine ernstzunehmende Bestmarke gesetzt.

Überraschungen an der dicht gedrängten Spitze des Klassements ließen nicht lange auf sich warten. Richie Ramsay lag in alleiniger Führung bei -10 als er die 18 erreichte. Nach einem passablen Abschlag machte er einen schlechten Golfschwung und beförderte seinen Ball ins Wasserhindernis vor dem Grün. Ein Doppelbogey kostete ihn den Sieg und begrub gleichzeitig die Chance auf ein Play-off.

Während Ramsays Desaster bog Hurly Long mit 8 unter Par auf die Zielgerade ein und hätte durchaus noch Chancen auf ein Play-off gehabt. Doch an der 17, einem Par 5, das gute Birdiechancen bereithält, spielte der Deutsche nach einem verzogenen Abschlag nur das Par. An der 18 wurde es das Bogey und Hurly Long insgesamt geteilter Sechster.

Hätte irgendjemand noch einen Cent auf Olesen gesetzt, als dieser mit zwei Schlägen Rückstand und fünf Bogeys im Gepäck auf den 17. Abschlag ging? Vielleicht ja, denn Olesen hatte am dritten Tag die beiden Schlusslöcher mit -3 Schlägen bewältigt.

Es war kurios, dass der Däne genau dieses Kunststück am Sonntag wiederholte. Er spielte wie am Vortag ein Eagle auf der 17 und ein Birdie auf der schwierigen 18 und holte sich damit nach vier sieglosen Jahren seinen insgesamt sechsten Titel auf der DP World Tour. Im Gesamtranking der DP World Tour schwingt er sich damit hinein in die Top Ten.

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