Mittwoch, Mai 29, 2024
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Costa del Sol: eines der Top- Golfreiseziele der Welt

Wer Costa del Golf sagt, meint natürlich die Costa del Sol. Eine Region mit über 100 Golfplätzen, einer interessanter als der andere, verdient diesen Spitznamen zu Recht. Die Auswahl ist riesig, die Qualität meist ansprechend. Ein Wermutstropfen sind allerdings die Greenfees, die zum Teil deutlich über den gewohnten Tarifen in Österreich oder Deutschland liegen.

Gerade jetzt, wo die kalte Jahreszeit mit Riesenschritten vor der Tür steht, ist der spanische Küstenstreifen (reicht von Malaga bis Valderrama) mit dem exklusiven Marbella im Zentrum bei Golfern aller Nationalitäten beliebt, die das ganze Jahr über auf den schönsten Plätzen spielen wollen. Möglich macht dies ein unschlagbares Mikroklima mit durchschnittlich 320 Sonnentagen im Jahr.

Andalusisches Lebensgefühl

Marbella, die Stadt mit dem exklusiven Yachthafen Puerto Banus, ist natürlich einen Besuch wert. Ausflüge zu den Höhlen von Nerja, in das pittoreske Mijas oder nach Ronda (älteste Stierkampfarena Spaniens) lohnen ebenso wie Trips in die Dörfer im Hinterland: Malerische Olivenhaine und ursprüngliche, weiß getünchte Häuser und urige Fincas, freundliche Bewohner und einfachere Gasthäuser sind ein liebreizender Kontrast zum pulsierenden Leben des schicken Jetset-Treffpunkts Marbella.

Golfplätze in Andalusien: Große Vielfalt

Beeindruckend ist die Qualität und Schönheit der meisten Golfplätze. Nirgendwo sonst in Spanien ist die Dichte so hoch wie hier. Die Auswahl reicht von Meisterschaftsplätzen renommierter Architekten bis hin zu einfachen, familienfreundlichen Anlagen. Diese Vielfalt spricht Golfer aller Spielstärken an, vom Anfänger bis zum erfahrenen Profi. Auch die Höhe der Greenfees variiert stark. Eine sorgfältige Platzauswahl und die rechtzeitige Buchung der Abschlagszeiten ist hier die Devise! Kritiker meinen, dass vor allem die exklusiven Clubs in Andalusien gar keine Greenfeespieler wollen, die Höhe des Greenfees sei sozusagen eine reine Abwehr. Wie auch immer, einige Perlen der Platzkunst sind so reizvoll, dass man sie einmal gespielt haben sollte. Es geht aber auch gut und (relativ) günstig, wie unsere ersten drei Empfehlungen, Los Naranjos, La Quinta und Santa Clara, zeigen.

Los Naranjos

Klassisch angelegter Platz mit ansprechendem Layout. Obwohl die Fairways ebenso wie die Bunker breit sind, ist es keine leichte Runde. Langes und präzises Spiel ist hier angesagt. Auch die unterschiedliche Charakteristik der Front- und Backnine gilt es zu bewältigen: Auf den ersten 9 Löchern sind die Fairways recht breit und wellig, sowohl Bäume und Wasser dienen als natürliche Hindernisse. Gut platzierte Bunker. Auf dem zweiten Abschnitt ist der Platz flacher und mit Orangenbäumen (naranjos auf Spanisch) gesät, so dass es nicht schwer zu erraten ist, woher der Club seinen Namen hat. Gutes Clubhaus. Greenfee 127 Euro.

www.losnaranjos.com

La Quinta Golf Club

Etwa 15 Minuten von Marbella entfernt. Ein schön zu spielender Golfplatz mit 27 Löchern, alle drei Kurse sind prinzipiell für alle Spielstärken geeignet. Der Kurs San Pedro hat weite Fairways, ideal für Hölzer und lange Eisen. Der Kurs Ronda ist eher eng und hat technisch anspruchsvolle Greens zu bieten. Und die 9 Löcher des Guadaiza-Kurses sind ideal für fortgeschrittene Golfer, die über ein großes Arsenal an sicheren Schlägen verfügen. Einen atemberaubendem Blick über das Golftal und das Meer gibt es gratis dazu. Greenfee 100 Euro.

www.open.imaster.golf/en/quinta/disponibilidad

Santa Clara

Parklandkurs mit großen Grüns, leicht hügelig, ein technisch anspruchsvoller, aber dennoch unkomplizierter und angenehmer Platz. Anspruchsvoll vor allem für hohe Handicaps. Es empfiehlt sich, genügend Bälle mitzunehmen, da man viele Möglichkeiten hat, diese im Wasser oder im Gebüsch zu versenken. Insgesamt aber gut gepflegt mit freundlicher Atmosphäre. Greenfee um die 130 Euro.

www.santaclaragolfmarbella.com

Las Brisas

Exklusiver Mitglieder-Platz, wurde ebenfalls von Robert Trent Jones Sr. Entworfen. Spielen ist nur in Begleitung eines Members erlaubt. Der berühmte Golfarchitekt schuf einen Golfplatz, der den Spielern Genauigkeit abverlangt und bei dem es nicht genügt, lange Schläge zu machen, sondern das Layout erfordert ein gutes Coursemanagement. Es gibt viele Wasserhindernisse und künstliche Seen. Die meist erhöhten Grüns sind gut geschützt. Greenfee 300 Euro. Gutes Clubrestaurant mit akzeptablem Preis/Leistungsverhältnis.

www.realclubdegolflasbrisas.com

Sotogrande

Eines der ältesten und exklusivsten Golfclubs an der Costa del Sol. „Sotogrande Old“, wie er von den Einheimischen genannt wird, verfügt über eine reife Vegetation mit Kiefern, Korkeichen, Eukalyptusbäumen und riesigen Palmen, die die natürliche Schönheit der Umgebung unterstreichen. Die Grüns sind groß und die Abschläge sind sehr lang, manche würden sagen, zu lang. Aber sie erlauben Variationen bei der Platzierung der Pins und der Länge des Lochs. Von den etwa 100 Bunkern auf dem Platz sind 69 um die Grüns herum platziert, die den Golfer zu großer Genauigkeit beim Angriff auf die Pins zwingen. Greenfee am Wochenende 330 Euro.

www.lareservaclubsotogrande.com

Valderrama

Das absolute Highlight! Der Kurs ist mit Sicherheit der berühmteste Golfplatz in Andalusien. Der 1974 errichtete 18-Loch-Platz war 1997 Austragungsort des Ryder Cups. Für viele Jahre war der Club zudem Austragungsort der Volvo Masters, dem hochdotierten Abschlussturnier der PGA European Tour. Auch die LIV-Tour hat hier 2023 Station gemacht. Wer hier spielen will, muss etwas tiefer in die Tasche und ungefähr 500 Euro an Greenfee für eine Runde bezahlen, und man wird nur in einem bestimmten Mittags-Stundenslot auf den Platz gelassen. Trotzdem ein Must-Play.

www.valderrama.com/golf-course/

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