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ECCO: „Von der Yak-Kuh zum Golfschuh“

Andrzej „Bartie“ Bikowski ist Lead Designer bei Ecco Golf. Er hat SimplyGOLF verraten, was man über Golfschuhe wissen muss.

Equipment - November 2021 von Klaus Nadizar
ECCO: „Von der Yak-Kuh zum Golfschuh"

Sie und Ihr Team müssen das Rad, besser den Schuh jede Saison neu erfinden. Wie machen Sie Gutes noch besser?

Wir holen Kundenfeedback ein, reden mit den Spielern. Und nachdem auch alle hier im Team begeisterte Golfer sind, bringen wir auch unsere eigenen Erfahrungen ein. Diesmal war es das Ziel, unseren Bestseller weiter zu optimieren und eine neue frische Optik zu schaffen.

Was ist an der Sohlentechnik so spektakulär?

Unsere TRI-FI-GRIP™ Außensohle ist auf die Bewegungsabläufe beim Golfen zugeschnitten. Zone 1 schafft Stabilität während des Golfschwungs. Zone 2 sorgt für noch mehr Tragekomfort. Zone 3 ist ein speziell entwickeltes Rotationssegment, um die Bewegung im Vorderfuß während des Schwungs zu optimieren. 

Mal abgesehen von der Vielseitigkeit, gibt es noch anderen Gründe, die für einen Hybridschuh sprechen?

Man ist ohne Spikes beim Schwung näher am Boden. Das Gefühl für den Untergrund ist besser.

Wie sieht es mit der Rutschgefahr aus?

Dem beugt bei unseren Hybridschuhen der speziellen Grip der Sohle vor. Und übrigens: Sind Spikes abgenutzt oder verklebt, rutscht man auch damit.  

Sie favorisieren Yakleder für Golfschuhe, das in der Lederindustrie lange als nicht so hochwertig galt. Was ist der Grund dafür?

Yakleder ist dicker und optisch etwas ungleichmäßiger als die Häute von Hauskühen. Das kommt von den extremen Umweltbedingungen, denen die Yaks in freier Wildbahn ausgesetzt sind. Dadurch ist es aber auch extrem widerstandsfähig, stabil und wasserabweisend. Also perfekt für Golfschuhe.

Bei Laufschuhen heißt es, man soll diese alle 800 Kilometer entsorgen, wann ist es bei Golfschuhen soweit?

Gar nicht, weil bei Golfschuhen kein -Materialverschleiß passiert. Laufschuhe haben eine dämpfende Schicht eingebaut, die irgendwann kollabiert. Bei Golfschuhen ist das nicht der Fall. Ich sehe auf den Plätzen auch immer noch viele -ältere Ecco-Modelle.

Wodurch unterscheiden sich Damenmodelle von ihren männlichen Pendants? 

Die Entwicklung von Damengolfschuhen ist tatsächlich eine eigene Wissenschaft. Frauen gehen leichtfüßiger als Männer, ihr Mittelfuß ist breiter, all das muss berücksichtigt werden. Weltweit gesehen teilt sich der Golfschuhmarkt bei uns in 65 Prozent Männer und 35 Prozent Frauen auf. In Korea, dem Hotspot des -Damengolfs, verkaufen wir tatsächlich mehr Damenmodelle.

Was ist die beliebteste Golfschuhfarbe?

50 Prozent unserer verkauften Golfschuhe sind weiß, aber immer mit einem poppigen Element. Schwarz wird kaum mehr nachgefragt. Beim Design setzen wir -immer neue Wege. In der neuen Herrenkollektion finden sich dynamische Farbelemente wie Neongrün, bei den Damen arbeiten wir gerade viel mit soften Pastellnoten.

Weitere Infos: www.ecco.com

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