Wyndham Clark ist der Champion der BMW Championship 2026. Der 32-jährige US-Amerikaner machte es im Finale im Bellerive Country Club noch einmal richtig spannend, setzte mit einem spektakulären Finish aber schließlich den Schlusspunkt unter eine Woche, die er vom ersten Tag an angeführt hatte.
Mit fünf Schlägen Vorsprung auf Rory McIlroy ging Clark in die Finalrunde. Was zunächst nach einer komfortablen Ausgangsposition aussah, entwickelte sich am Sonntag zu einem echten Krimi. Clark fand auf den ersten 15 Löchern überhaupt nicht zu seinem Spiel, blieb ohne Birdie und musste drei Bogeys hinnehmen. McIlroy nutzte die Schwächephase und hatte mit einem Birdie an der 11 den gesamten Rückstand aufgeholt.
Damit war das Duell der beiden Major-Champions völlig offen – bis Clark eindrucksvoll zurückschlug. Auf der 16 fiel endlich sein erster Birdie-Putt des Tages. Es sollte der Auftakt zu einem furiosen Finale werden: Auch die Löcher 17 und 18 spielte der US-Amerikaner unter Par und beendete seine Runde mit drei Birdies in Folge.

Mit insgesamt 17 unter Par sicherte sich Clark seinen ersten Sieg in einem Event der FedExCup-Playoffs und den sechsten Titel seiner Karriere auf der PGA TOUR. Nach seinen US-Open-Triumphen 2023 und 2026 fügte er seinem Palmarès damit einen weiteren prestigeträchtigen Erfolg hinzu.
Cantlay schnappt McIlroy Platz zwei weg
Für Rory McIlroy reichte es trotz seiner zwischenzeitlichen Aufholjagd nicht einmal zum alleinigen zweiten Rang. Patrick Cantlay, BMW-Champion von 2021 und 2022, zog mit 14 unter Par noch am Nordiren (-13) vorbei.
Den vierten Platz teilten sich Collin Morikawa, Gary Woodland und Chris Gotterup bei jeweils zwölf unter Par. Titelverteidiger und Weltranglistenerster Scottie Scheffler beendete das Turnier mit sieben unter Par auf dem geteilten zwölften Rang.
In der FedExCup-Wertung bleibt Scheffler vor dem Saisonfinale an der Spitze. Matt Fitzpatrick, bei der BMW Championship mit drei unter Par geteilter 28., folgt dahinter. Durch seinen Sieg verbesserte sich Clark auf Rang drei und bringt sich damit für die TOUR Championship in Atlanta in eine ausgezeichnete Ausgangsposition.
Endstation für Sepp Straka
Für Sepp Straka endete in St. Louis hingegen die FedExCup-Saison. Der Österreicher war als 39. der FedExCup-Wertung in die BMW Championship gestartet und benötigte damit ein starkes Ergebnis, um noch unter die besten 30 und damit in das Feld der TOUR Championship vorzustoßen.

Der erhoffte Sprung nach vorne gelang Straka im Bellerive Country Club jedoch nicht, zumal er gleich zu Beginn des Finaltages die Spielbahnen 4 bis 7 vergeigt. Damit verpasst der Österreicher das große Saisonfinale im East Lake Golf Club in Atlanta, für das ausschließlich die besten 30 Spieler der FedExCup-Wertung qualifiziert sind.
Für Straka ist es ein nicht ganz zufriedenstellendes Ende der Playoffs, auch wenn er einschränkt, „das die Top 40 im finalen FedExCup-Ranking immer ein gutes Ergebnis ist.“ Schon vor der BMW Championship war klar, dass er Boden gutmachen musste: Während Spieler wie Patrick Cantlay ihre Chance in St. Louis nutzten, blieb Straka der notwendige Vorstoß in die Top 30 verwehrt.
BMW Championship 2026: Gelungenes Jubiläum in St. Louis
Auch abseits des sportlichen Showdowns war die 20. BMW Championship ein Erfolg. Die Golffans in St. Louis sorgten für eine starke Kulisse und bekamen mit den besten 50 Spielern der FedExCup-Wertung eines der hochkarätigsten Teilnehmerfelder der Saison zu sehen.
BMW inszenierte das Jubiläum einmal mehr als Mischung aus Spitzengolf und Markenerlebnis. Zu den Highlights der Ausstellung gehörten der neue BMW X5, der im US-Werk Spartanburg produziert wird, der neue BMW 7er sowie der vollelektrische BMW iX3 als erstes Modell der Neuen Klasse.
Sportlich gehörte die Bühne am Ende aber Wyndham Clark. Drei Birdies auf den letzten drei Löchern – eindrucksvoller hätte der neue BMW Champion seinen Sieg kaum besiegeln können.

