Mittwoch, Apr. 15, 2026
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Andreas Hauser: Golfsponsor aus Überzeugung

Wer Golf sponsert, tut das meist aus Vernunft und Marketinggründen. Denn Sponsoring folgt normalerweise klaren Regeln: Reichweite, Kontakte, Image, Verkaufsförderung. Andreas Hauser hält sich nicht daran. Der Unternehmer aus Oberösterreich unterstützt die Turnierserie Lionstrophy nicht aus Kalkül – sondern aus echter Verbundenheit zum Sport.

Andreas Hauser ist keiner, der im Hintergrund bleibt. Vollbart, markante Erscheinung, eine Präsenz, die auffällt – auch ohne große Inszenierung. Einer, der anpackt, statt sich in Szene zu setzen. Als Golfsponsor wirkt er damit fast wie ein Gegenentwurf zum Klischee. Denn im Golfsport gibt es viele, die unterstützen, und dann schnell wieder verschwinden. Logos platzieren, Hände schütteln, Präsenz zeigen. Hauser ist anders. Er kennt den Sport aus eigener Erfahrung. Er weiß, wie sich ein misslungener Putt anfühlt – und wie ein sauber getroffener Schlag.

Zum Spielen kommt er heute allerdings selten. Sein Unternehmen fordert Zeit und Aufmerksamkeit, die Termine sind dicht. „Früher war mein Handicap besser“, sagt er mit einem Lächeln. Die Begeisterung für Golf ist geblieben.

Von der Begegnung zur Partnerschaft

Der Weg zur Lionstrophy begann nicht mit einer Strategie, sondern mit einem Gespräch.
Im Lionsclub Pasching lernte Hauser Initiator Martin Huprich kennen. Dessen Idee: eine Turnierserie, bei der nicht Exklusivität im Vordergrund steht, sondern vorallem der karitative Gedanke – und die Freude am Spiel. Hauser war sofort überzeugt.
Aus der Idee wurde Engagement, aus Engagement eine langfristige Partnerschaft. Heute ist er mit seinem Unternehmen Hauptsponsor der Serie.

Das Konzept: zahlen, spenden, spielen

Die Lionstrophy setzt auf ein Modell, das bewusst niederschwellig bleibt: Zu Saisonbeginn erwerben Spieler die Lionstrophy-Karte (steuerlich als Spende absetzbar!) für 50 Euro, diese Einnahmen fließen wiederum in soziale und karitative Projekte. Danach wird Golf unkompliziert. Die Turniergebühren bleiben moderat, gespielt wird auf unterschiedlichsten Plätzen in ganz Österreich. Rund 270 Turniere sind für 2026 geplant. „Das ist kein klassisches Business-Event“, sagt Hauser. „Hier geht es um Gemeinschaft – und darum, dass Golf zugänglich bleibt.“

Unternehmer mit Haltung und Kreativität

Diese Haltung prägt auch sein Unternehmen. Mit Harrison Businesswear hat Hauser eine Marke aufgebaut, die für funktionale Berufskleidung, europäische Produktion und kurze Lieferwege steht. Über 80 Mitarbeiter, Kunden in Österreich und Deutschland – vom Mittelstand bis zu großen Handelsketten. Wirtschaftlicher Erfolg und Verantwortung gehören für ihn zusammen. Ein Ansatz, der sich auch in seinem Engagement für die Lionstrophy widerspiegelt. Nach manchen Turnieren öffnet Hauser eine Flasche Traunsecco – seinen eigenen Schaumwein, aus alten Äpfel- und Birnensorten, entwickelt gemeinsam mit seiner Frau Eva. Ein Projekt aus persönlichem Interesse, mehrfach international ausgezeichnet.

Es ist ein Detail, das viel über ihn erzählt. Denn egal, ob als Unternehmer, Sponsor oder Produzent: Hauser macht Dinge nicht halb. Er engagiert sich dort, wo ihn etwas wirklich überzeugt. Und genau deshalb ist er kein Sponsor wie jeder andere.

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