Montag, Apr. 13, 2026
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Skispuren & Birdies: Wie Kitzbühel die Saison verabschiedet

Es ist diese besondere Zeit des Jahres in der Glamourmetropole: Der Massentourismus hat noch nicht zugeschlagen, die Liftanlagen laufen im Soft-Closing, und auf den Straßen trifft man eher Insider als Selfie-Sticks. Genau dieses Flair haben sich die Eigentümer der Ski- und Bikeschule element3 zu Nutze gemacht - und luden zum mittlerweile legendären "Masters of the Swing"-Event: vormittags ein rassiges Skirennen, nachmittags eine Runde auf dem schönsten 9-Loch-Platz Österreichs.

Hinter „element3“ – die Zahl Drei steht für die Elemente Wasser, Erde und Luft – stehen zwei sportliche Menschen, die den Puls der Stadt spüren: Simone und der gebürtige Kitzbüheler Manfred Hofer. Ihr Betrieb beschäftigt im Winter bis zu 220 Skilehrer, im Sommer geht es um Biken, Windsurfen, Paragleiten.

Wer die Hofers kennt, weiß: Stillstand ist hier ein Fremdwort. Oben am Berg haben sie den Jufen Beach – eine der angesagtesten Locations im Herzen des Kitzbüheler Skigebiets. Hier gibt es modernes Street Food direkt aus dem Foodtruck: saftige Sandwiches, kreative Bowls, knusprige Pommes, nach dem Essen wartet der Skillpark Jufen Beach mit Fun und Action auf die Gäste. Perfekt für Freestyler und alle, die auf der Piste etwas mehr Abenteuer suchen. Es ist auch diese Mischung aus jungem Lifestyle und alpiner Tradition, die Kitzbühel auszeichnet – und die Hofers verstehen sie perfekt.

Vormittags am Berg: Spannung beim Skirennen

Der Tag begann mit Weißwurst-Frühstück und Startnummernausgabe, dann startete das Skirennen, und das mit vollem Programm: Zeitnehmung, Funkverkehr vom Start ins Ziel, ein lauter Zielsprecher, der jeden Lauf von oben bis unten kommentierte, die Spuren zwischen den Toren mit blauer Farbe markiert – genau so, wie man es aus dem Fernsehen kennt. Die Teilnehmer rasten durch den Kurs, der April zeigte sich von seiner freundlichsten Seite, die Schneeverhältnisse – schmale Kunstschneestreifen bis ins Tal – waren der späten Saison entsprechend, aber absolut fair.

Besonders auffallend: Eine Gruppe fröhlicher Südtiroler, die seit vielen Jahren extra zu diesem Event anreist. Sie waren die Besten der Kombiwertung Ski und Golf und belegten Platz eins. Mit dabei aber nicht nur die Gäste von fern, sondern auch jene, die den Ort am Laufen halten: ein Team des Kitzbühel Tourismus, die Bergwacht oder Mitglieder des Kitzbüheler Skiclubs (KTC). Wir trafen auch Fritz Dopfer. Er blieb als Einziger unter 30 Sekunden Racetime, auch wenn er seit 2020 nicht mehr beim Skizirkus dabei ist. Der heute 38-Jährige war einer der erfolgreichsten deutschen Slalom- und Riesenslalomfahrer seiner Generation. Mit dem Golfen hat er schon in seiner Teenagerzeit begonnen, und es ist ihm seither geblieben. Heute kommentiert er Skirennen für Eurosport, ist beim Deutschen Skiverband tätig und dem Skisport nach wie vor eng verbunden. Auch wenn er jetzt nur noch Genuss-Skifahrer ist, wie er SimplyGOLF sagte. An einem Tag wie diesem, mit professioneller Zeitnehmung und blauen Spuren im Schnee, fühlte er sich sichtlich wohl.

Nachmittags eine 9-Loch-Runde in Kitzbühel

Dann der radikale Cut: Skier ab, Schläger rauf. Transfer nach Schloss Kaps, zu jenem Platz, den Kenner liebevoll als den „Schönsten Neun-Loch-Platz Österreichs“ bezeichnen. Und ja, das ist kein Marketing-Blabla. Der Zustand des Platzes war geradezu unverschämt gut, vor allem wenn man bedenkt, dass vor einer Woche noch Schnee drauf lag. Er war zwar an mehreren Stellen gesandet, um die Grasnarbe zu schützen, aber die Fairways lagen da wie ein grüner Samtteppich vor der majestätischen Tiroler Bergkulisse. 30 ha ungestörte Parklandschaft, 1955 gegründet, später modernisiert, mit viel Wasser, altem Baumbestand und zwei anspruchsvollen Inselgrüns: Der Platz hat von allem alles. Einfach ein Kurs mit Top-Qualität, den man (nicht nur) als Österreicher unbedingt einmal gespielt haben sollte.

Im edlen Clubhaus dann der zweite Akt: ein reichhaltiges Buffet auf der Terrasse, das keine Wünsche offenließ, dazu lässige DJ-Musik mit perfekte After-Golf-Atmosphäre. Das genoss auch Adi Hengstberger, der Wahl-Kitzbüheler und Veranstalter der Snow and Golf Weltmeisterschaft, der an Kitzbühel auch die kurzen Wege und den außergewöhnlichen Zusammenhalt im Ort schätzt. Zu späterer Stunde schaute dann Guido Hinterseer vorbei, der Manager des Golfclubs Schwarzsee. Für eine aktive Teilnahme am Eventtag hatte er keine Zeit. Er steckt mitten im Vorbereitungsstress auf die Austrian Alpine Open, das große Turnier der DP World Tour, das Ende Mai auf seinem Platz stattfinden wird. Aber kurz vorbeikommen, einen Drink nehmen, mit den Einheimischen und Bekannten plaudern – das ging dann doch.

Es waren genau diese Begegnungen, dieser lockere Austausch, die diesen Tag besonders machten. Die Hofers haben mit ihrem Element3-Ski&Golf Event ein kleines Juwel geschaffen: exklusiv, herzlich, und so unangestrengt cool wie der Jufen Beach selbst.

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