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Die Türkei-Reise, oder das Übel Fitness

Hallo, mein Name ist Edwin Sandler und Leute, die mich kennen, wissen ein bisschen was über mich! Ich halte mich fit, um ab und zu einen Marathon zu laufen, haben einen langsamen smoothen Golfschwung und fliege ab und zu mit Schülern in die Sonne.

Panorama - Mai 2017 von Carolin Stähler
Putten: Willkommen in meiner Welt
Hallo, mein Name ist Edwin Sandler und Leute, die mich kennen, wissen ein bisschen was über mich! Ich halte mich fit, um ab und zu einen Marathon zu laufen, haben einen langsamen smoothen Golfschwung und ich bin ein ziemlich schrecklicher Putter.

Für die meisten Pros ist es ein notwendiges Übel. Das Geld im Winter ist knapp. Also, was tun? Du fliegst mit ein paar Golfern in die Türkei. Mit im Gepäck ein promovierter Akademiker, Professor XY, ein Genie seiner Zunft. Der nämlich gönnt seinem Gehirn ein paar Tage Auszeit und schafft es vom Treffpunkt am Flughafen weg, keine Entscheidung mehr selbst zu treffen, von rationalen Gedanken ganz zu schweigen.

Ich darf Sie mit ein paar Fragen konfrontieren, die genau so tatsächlich stattgefunden haben: „Brauche ich Zahnpasta?“ „Soll ich meine eigenen Golfschläger mitnehmen?“ Halleluja!!!!

Um ehrlich zu sein: Diese Reise ist komplett sinnlos, wenn man sein Golfspiel verbessern will. Wenn man ein bisschen Sonne tanken will, jeden Abend 10 bis 15 Bier-Raki-Combos runterspülen will – es ist ja ein „All Inclusive“-Urlaub –, und keine Ambitionen in puncto Sportlichkeit hat, ist es die richtige Wahl.

Und ich sage euch warum, und nein, das ist nicht böse gemeint sondern nur ehrlich: Die meisten, die das lesen, sitzen den ganzen Winter über faul in ihren Büros rum und haben kein Interesse am Thema Fitness. Willkommen in der Realität!

Dann spielt man 5 Runden Golf in 6 Tagen, mit Trainingssessions am Morgen – nach den Bier-Raki-Combis vom Vorabend – und wundert sich, dass die Voltarensalbe am 3. Tag aufgebraucht ist, die Milchsäurewerte im Arsch und man keinen Score unter 120 schafft.

Immerhin: Die 10 bis 15 Bier-Raki-Combos am Abend gehen sich wieder aus. Ebenso die 3 Runden am Buffet.

Wer also wirklich was aus solchen Trips machen möchte, sollte sich den ganzen Winter über bewegen. Und dabei reicht es völlig, zwei Mal in der Woche 2 Stunden lang Spazieren zu gehen. Das ist genau das, was man auch beim Golfen macht. Und lassen Sie die Ausreden sein: Zwei Mal 2 Stunden – dafür hat jeder Zeit! Bei jedem Wetter!

Willkommen in der Realität

Keep on Golfing. Your friendly teaching pro.

Edwin Sandler!

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